Trump-Nachfolge: It's the economy, stupid: Drei Gründe, warum Biden die US-Wahl gewonnen hat
Tausende gingen am Samstag auf die Straße und feierten die Sieg des Demokraten.
Foto: AFPNew York. Der Wahlkampf hätte unterschiedlicher nicht sein können. Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat das Bad in der Menge gesucht, setzte trotz Pandemie und entgegen dem Rat seiner Epidemiologen auf große Wahlkampfveranstaltungen, bei der seine Fans dicht gedrängt nebeneinanderstehen.
Sein Herausforderer Joseph Robinette – kurz: Joe – Biden jr. dagegen vermied solche Veranstaltungen bewusst. Er setzte auf kleinere Events mit strenger Maskenpflicht und Abstandsregeln. Immer wieder sprach er auf großen Parkplätzen bei sogenannten „Drive-in Rallys“ – bei der seine Anhänger mit dem Auto vorfuhren.
So auch am Samstagabend, als er in seiner Heimatstadt Wilmington, im US-Bundesstaat Delaware, seine Siegesrede hielt. Das sorgte im Verlauf der Kampagne für weniger eindrucksvolle Bilder, als Trump sie, etwa durch Einsatz der Präsidentenmaschine Air Force One, erzeugen konnte. Doch die Strategie ging am Ende auf. Warum Joe Biden die Präsidentschaft für sich entscheiden konnte, hat vor allem drei Gründe.
1. Erfahrung mit Krisen
Als Vizepräsident von Trumps Vorgänger Barack Obama trat Biden 2008 an, als sich Amerika mitten in der Finanzkrise befand. Die Regierung brachte die Wirtschaft und die Aktienmärkte Stück für Stück zurück in ruhigere Fahrwasser. Die umfassende Finanzreform, die 2010 verabschiedet wurde, ist heute ein wichtiger Grund dafür, dass große Banken bislang vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen sind.