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Konjunktur US-Handelsbilanzdefizit steigt auf den höchsten Stand seit 2006

Das Handelsdefizit basiert auf einer höheren Wareneinfuhr gegenüber dem Warenexport. Experten verweisen auch auf den hohen Konsum und eine geringe Sparquote in den USA.
07.01.2021 - 16:10 Uhr Kommentieren
Ausschlaggebend für die Entwicklung war, dass die Importe stärker stiegen als die Exporte. Quelle: AFP
US-Handel

Ausschlaggebend für die Entwicklung war, dass die Importe stärker stiegen als die Exporte.

(Foto: AFP)

Washington Das Defizit der USA im Außenhandel ist im November auf den höchsten Stand seit über 14 Jahren gestiegen. Das Minus sei von 63,1 Milliarden US-Dollar (51,24 Mrd. Euro) im Vormonat auf 68,1 Milliarden Dollar (55,3 Mrd. Euro) geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Dies ist der höchste Stand seit August 2006.

Ausschlaggebend für die Entwicklung war, dass die Importe stärker stiegen als die Exporte. So legten die Importe um 2,9 Prozent zum Vormonat zu, während die Exporte nur um 1,2 Prozent stiegen.

US-Präsident Donald Trump hatte schon zu Beginn seiner Amtszeit das Handelsbilanzdefizit zum internationalen Streitthema erhoben. Das chronische US-Defizit wollte er unter anderem mit einer aggressiven Zollstrategie bekämpfen. Er kündigte Handelsverträge und machte Front gegen die Welthandelsorganisation (WTO).

Bei seinem protektionistischen „America first“-Kurs hatte Trump immer argumentiert, die USA würden von wichtigen Handelspartnern wie China oder den EU ausgenutzt. Viele Handelskonflikte sind ungelöst, das starke Ungleichgewicht zwischen Exporten und Importen besteht weiter.

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    Das US-Handelsdefizit basiert auf einer strukturell höheren Wareneinfuhr gegenüber dem Warenexport. Experten verweisen auch auf den anhaltend hohen Konsum und eine geringe Sparquote in den USA. Die Vereinigten Staaten sind ein typisches Nettoimportland. Sie können sich diesen Luxus leisten, weil ihnen das Ausland stetig Kredit zur Verfügung stellt.

    Die größten ausländischen Kreditgeber der USA sind China und Japan. Sie halten – abgesehen von der US-Notenbank Fed – die größten Bestände an US-Staatsanleihen.

    Mehr: Die Chefs von Eon, SAP und Henkel zeigen sich bestürzt von den Vorfällen in Washington.

    • dpa
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