Car-T-Zell-Therapie: Neues Verfahren soll Kosten für Krebstherapie senken
Eine neuartige Krebstherapie soll künftig mehr Patienten zugänglich gemacht werden.
Foto: Getty Images, Imago, Reuters [M]Frankfurt. Seit zehn Jahren feiert Emily Whitehead zweimal im Jahr Geburtstag. Einmal den Jahrestag ihrer Geburt und einmal, weil sie ein weiteres Jahr krebsfrei ist. Gerettet hat die junge Amerikanerin die sogenannte CAR-T-Therapie. Bei der werden die Immunzellen des Patienten so umprogrammiert, dass sie die aggressiven Blutkrebszellen erfolgreich bekämpfen.
Aber es könnten noch viele Menschenleben mehr sein. Therapien wie die für Emily Whitehead werden noch zum großen Teil aufwendig im Reinraum hergestellt. Das ist zeitaufwendig und macht sie teuer – die Kosten liegen bei mehr als einer Viertelmillion Euro.
Wird die Car-T-Zell-Therapie durch mRNA-Technologie günstiger?
Ein größerer Einsatz solcher Therapien würde nicht nur die Gesundheitssysteme finanziell überlasten, es ist rein technisch kaum möglich. „Mit diesem rasanten biomedizinischen Fortschritt hat die Entwicklung von benötigten Produktionstechnologien bisher nicht Schritt gehalten“, sagt Ulrike Köhl, Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts IZI, das einige Zeit für Novartis die CAR-T-Therapie Kymriah hergestellt hat.