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App-Store-Prozess Apple-Chef Tim Cook verteidigt App Store

Im Prozess zwischen Apple und der Spielefirma Epic hat die zuständige Richterin Zweifel an Apples Geschäftsmodell geäußert. Tim Cook weist das zurück.
22.05.2021 - 03:34 Uhr Kommentieren
Der Apple-Chef muss das Geschäftsmodell des App Stores vor Gericht verteidigen. Quelle: AP
Tim Cook

Der Apple-Chef muss das Geschäftsmodell des App Stores vor Gericht verteidigen.

(Foto: AP)

Oakland Apple-Chef Tim Cook hat Vorwürfe zurückgewiesen, er betreibe mit dem App Store seines Unternehmens ein illegales Monopol. Dass das Geschäft von Apple für Smartphone-Anwendungen streng kontrolliert werde, diene dazu, es für Kunden übersichtlich zu halten und gleichzeitig sie und ihre Daten zu schützen, sagte Cook in einer Aussage vor Gericht.

Sein Auftritt am Freitag stand in Verbindung mit einer Klage des Videospiel-Herstellers Epic Games, der Firma hinter dem Videospiel Fortnite. Diese wirft Apple vor, im App Store keinen Wettbewerb zuzulassen und den Entwicklern Wucherkonditionen zu diktieren, wie etwa eine Kommission von 15 bis 30 Prozent auf alle Käufe.

Der App Store, den der inzwischen verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs, eingerichtet hatte, ist für den Konzern eine enorm wichtige Einnahmequelle. Die zuständige Richterin ließ Zweifel an Teilen des Geschäftsmodells des iPhone-Konzerns erkennen. Unter anderem hinterfragte sie während der Aussage von Apple-Konzernchef Tim Cook die Regel, dass Entwickler die Nutzer nicht darauf hinweisen dürfen, dass es ihre digitalen Produkte außerhalb des App Stores günstiger zu kaufen gäbe. Auch warf sie die Frage auf, ob es gerechtfertigt ist, dass Apple fortlaufend eine Gebühr auf die Abo-Einnahmen von Entwicklern kassiert.

Cook verteidigte das Geschäftsmodell und die Regeln im App Store. Apple gehe einen hohen Aufwand für den Betrieb der App-Plattform ein – und finanziere das mit der Abgabe von 15 oder 30 Prozent vom Preis digitaler Artikel und Abos, argumentierte er. Cook sagte zugleich, Apple errechne nicht, ob der App Store mit Profit arbeite – aber er habe das „Gefühl“, dass dies so sei.

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    Der Konzern argumentiert, dass die Gebühren im App Store solchen ähnelten, die von Videospielkonsolen wie der PlayStation von Sony, Xbox von Microsoft und Switch von Nintendo und vom Play Store auf Android-Geräten verlangt würden.

    „Für uns ist der Kunde alles“

    Die Zeugenaussage von Cook im Prozess in Kalifornien erinnerte stellenweise an eine Werbeveranstaltung für das iPhone und andere Apple-Produkte. „Für uns ist der Kunde alles“, sagte Cook. Der Schutz der Privatsphäre sei „eines der wichtigsten Themen des Jahrhunderts“.

    Die Position der Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hat zentrale Bedeitung, denn der Prozess wird ohne Geschworene von ihr allein entschieden. Zugleich sagte die kalifornische Richterin bereits, dass sie mit einer Berufung nach ihrer Entscheidung rechne. Während des Verfahrens hatte sie auch kritische Fragen an die Epic-Seite.

    Epic Games, die Firma hinter dem populären Spiel „Fortnite“, will einen eigenen App Store auf dem iPhone betreiben und Apple keine Abgabe für Einnahmen aus dem Verkauf digitaler Artikel zahlen. Apple verteidigt das aktuelle System, bei dem Anwendungen nur über den App Store des Konzerns geladen werden können.

    Der Streit entbrannte im August. Epic wollte sich nicht mehr an die seit mehr als einem Jahrzehnt geltende Vorgabe halten, dass virtuelle Artikel in seinem populären Spiel „Fortnite“ auf iPhones nur über das System der In-App-Käufe von Apple angeboten werden können. Deshalb schmuggelte Epic einen eigenen Kaufmechanismus in der iPhone-App an Apples Prüfern vorbei und aktivierte ihn. Apple warf die App daraufhin aus dem Store, Epic zog vor Gericht.

    Mehr: Eine Marge von 78 Prozent und ein App-Store, auf den angeblich keiner aufpasst: Der Fortnite-Entwickler Epic Games macht Apple vor Gericht harte Vorwürfe.

    • dpa
    • ap
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