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CrowdstrikeWie das IT-Chaos nicht nur Computer lahmlegt

IT-Probleme führen weltweit zu Störungen in Flughäfen, Krankenhäusern, aber auch in Supermärkten. Begleitet werden diese von einer in IT-Kreisen berüchtigten Fehlermeldung.Anna Lena Stahl 19.07.2024 - 18:47 Uhr
Passagiere am Flughafen in Neu Delhi schauen auf ausgefallene Bildschirme. Foto: IMAGO/Press Trust of India

Düsseldorf. Aufgrund technischer Probleme kommt es an diesem Freitag weltweit zu Störungen bei Fluggesellschaften, Medien- und Telekommunikationsunternehmen.

Offenbar sorgte ein fehlerhaftes Update einer IT-Sicherheitssoftware der US-Firma Crowdstrike dafür, dass Windows-Computer weltweit abstürzten und einen blauen Fehlerbildschirm anzeigten.

Das US-Unternehmen Crowdstrike verbreitete ein Update, das Computer mit Windows in zahlreichen Organisationen zum Absturz brachte, begleitet vom sogenannten „Blue Screen of Death“ – einer in IT-Kreisen berüchtigten Fehlermeldung. Ein Neustart des Betriebssystems war Berichten zufolge nicht möglich.

Weltweite Flugausfälle

In vielen Ländern kam der Flugbetrieb zeitweise fast vollständig zum Erliegen. In den USA stoppte die Luftfahrtaufsicht FAA Flüge von Airlines wie United, American und Delta. Die niederländische Fluggesellschaft KLM stellte den Großteil des Betriebs ein. In Deutschland strich etwa die deutsche Fluggesellschaft Eurowings mehr als 80 Flüge.

Internationaler Flughafen Newark in den USA. Foto: REUTERS
Internationaler Flughafen Newark in den USA. Foto: REUTERS

Nach Berechnungen des auf Luftfahrt spezialisierten Datenanbieters Cirium wurden bis zum Mittag weltweit 1390 Flüge, der an diesem Freitag geplanten rund 110.000 Verbindungen abgesagt. Die Zahl wachse weiter, heißt es bei Cirium.

Internationaler Flughafen Newark in den USA. Foto: REUTERS

Abgesagte Operationen

Im Hauptgebäude des Universitätskrankenhauses in Lübeck weist eine Informationstafel außerdem darauf hin, dass diese wegen eines Problems mit der Windows Software nicht funktioniert. Aus diesem Grund musste das Krankenhaus am heutigen Freitag auch Operationen absagen. Auch am weiteren Standort des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, in Kiel, wurden Operationen abgesagt.

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck. Foto: Volker Gersmann/TNN/dpa

Auch die Ambulanzen blieben geschlossen. „Die Versorgung der Patientinnen und Patienten im UKSH ist gesichert, ebenso die Notfallversorgung“, hieß es in einer Erklärung des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck. Foto: Markus Scholz/dpa

Ausgefallenes Fernsehprogramm

Auch der britische Fernsehsender „Sky News“  konnte seine morgendlichen Nachrichten aufgrund der IT-Probleme nicht ausstrahlen. Die irische Sportmoderatorin Jacquie Beltrao meldete sich auf der Plattform X zu Wort: „Wir sind offensichtlich nicht auf Sendung – wir versuchen es“.

Das Programm des Senders läuft mittlerweile wieder.

Internetseite von Sky News am 19.07.2024. Foto: Getty Images

Probleme in Supermärkten

Zu technischen Problemen kam es ebenfalls in Australien. Ein Kassensystem in einem Supermarkt in Sydney zeigt einen blauen Bildschirm.

Kassen in Sydney in Australien zeigen blaue Bildschirme an. Foto: REUTERS

Einige der Kassen, wie etwa die Selbstbedienungskassen, konnten demnach nicht genutzt werden.

Auch in Brisbane blieben die Bildschirme blau. Foto: via REUTERS

Nicht nur im Ausland waren Supermärkte betroffen. Auch in Deutschland musste der Lebensmittelhändler Tegut in Fulda war von den IT-Störungen betroffen. Wegen Problemen mit den Kassensystemen wurden vormittags alle 340 Filialen in Deutschland vorübergehend geschlossen, wie das Unternehmen mitteilte.

Tegut-Filiale in Frankfurt am Main. Foto: Andreas Arnold/dpa

Mittag funktionierten die Systeme in mehr als der Hälfte der Märkte wieder und die Läden sind wieder offen. Eine Liste der offenen Läden stellte der Händler ins Internet und aktualisiert diese offenbar ständig.

Wechselstuben in China

Auch China bleibt nicht vom IT-Ausfall verschont. Eine Wechselstube im internationalen Flughafen in Hongkong war auch von den „blue screens“ betroffen.

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Wechselstube in Hongkong. Foto: Getty Images

Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

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