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Quartalszahlen Trend zum Homeoffice lässt Umsatz von Zoom Video in Höhe schnellen

Der Videodienst hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 369 Prozent steigern können. Auch für dieses Jahr rechnet Zoom mit einem starken Wachstum.
01.03.2021 - 22:55 Uhr Kommentieren
Der Videodienst geht als großer Gewinner aus der Corona-Pandemie. Quelle: Reuters
Zoom

Der Videodienst geht als großer Gewinner aus der Corona-Pandemie.

(Foto: Reuters)

Berlin, San Jose Der Videodienst Zoom wächst dank des anhaltenden Trends zum Homeoffice weiter im dreistelligen Prozentbereich. Im vierten Geschäftsquartal sprang der Umsatz im Vorjahresvergleich um 369 Prozent auf 882,5 Millionen Dollar, wie das US-Unternehmen am Montagabend mitteilte. Inzwischen kommt Zoom Video auf rund 467.000 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern, was einem Plus von 470 Prozent entspricht.

Zuletzt entschieden sich immer mehr Anwender, die den Dienst seit Ausbruch der Pandemie regelmäßig nutzen, für ein kostenpflichtiges Abomodell. Dementsprechend kletterte der den Aktionären zurechenbare Gewinn auf rund 260 Millionen Dollar nach lediglich 15,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Im gesamten Geschäftsjahr blieb ein Überschuss von 671,5 Millionen Dollar in der Bilanz – nach vergleichsweise mageren 25 Millionen Dollar im Vorjahr. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nachbörslich kletterte die Aktie fast zehn Prozent nach oben.

„Das vierte Quartal markierte einen starken Endspurt in einem noch nie dagewesenen Jahr für Zoom“, sagte Firmengründer und -chef Eric S. Yuan und verwies auf die Rolle Zooms als „Motor für das moderne Arbeiten von überall“. Yuan gab sich zuversichtlich, auch im laufenden Geschäftsjahr weiter stark zu wachsen. Für das erste Quartal zu Ende April stellt Zoom Erlöse zwischen 900 und 905 Millionen Dollar in Aussicht und für das Geschäftsjahr von 3,76 bis 3,78 Milliarden Dollar – ein Umsatzplus von mindestens 42 Prozent.

Zoom ist für viele Menschen im Homeoffice zum Synonym für Videokonferenzen geworden, mit denen sich Mitarbeiter austauschen und Kundengespräche führen können oder sich Schüler mit Lehrern vernetzen. Die Firma sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen zur Verfügung stellen. In der Pandemie nahm aber nicht nur die Nutzung in Firmen zu, sondern auch Verbraucher greifen zu Zoom für alle möglichen Szenarien – von Familientreffen bis Yoga-Stunden. Das Geld verdient Zoom allerdings nach wie vor im Geschäft mit größeren Unternehmen.

Dabei ist das 2011 in San Jose gegründete Unternehmen, das zwischenzeitlich mit Sicherheitslücken beispielsweise bei der Verschlüsselung oder dem sogenannten Zoombombing kämpfte, nicht konkurrenzlos. Videoanrufe und -konferenzen sind beispielsweise auch über die Teams-Bürosoftware von Microsoft, Webex von Cisco oder Angebote der Techriesen Google und Facebook möglich.

Mehr: Zoom holt sich 1,75 Milliarden Dollar über Aktienplatzierung

  • rtr
  • dpa
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