Medikamentenauslieferung: Drohne darf keine Betäubungsmittel transportieren
Im Rahmen des Forschungsprojektes Med-in-Time soll die Drohne Medikamte ausliefern.
Foto: just Imagine / BenzDüsseldorf. An der Seite der größten Fluglinie des Landes könnte dem Drohnenhersteller Wingcopter in Japan der Markteintritt gelingen. Die japanische Fluggesellschaft ANA kündigte an, mithilfe der Darmstädter einen Lieferservice aufzubauen, der 2022 seinen Dienst aufnehmen soll. Waren des täglichen Bedarfs und Medikamente sollen so in entlegene Bergregionen und auf Inseln transportiert werden.
Ein Szenario, das auch hierzulande Gegenstand einiger Forschungsprojekte ist. Denn die Drohne könne Patienten in Quarantäne nach der Einführung des E-Rezeptes im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) am schnellsten versorgen, behauptet der Apotheker Martin Grünthal aus Dessau.
Seine Idee testet Grünthal mittlerweile im Rahmen des Projekts Ad-App, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 700.000 Euro gefördert wird. Seine Partner sind der Drohnenhersteller Diaven aus Berlin und das Bündnis Translationsregion für digitale Gesundheit (TDG), das eine App für die Steuerung baut.
Med-in-Time ist ein weiteres Experiment, mit dem getestet wird, wie das unbemannte Luftfahrzeug Patienten in Zukunft mit Arzneimitteln versorgen könnte. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt.