Cornelius Geber: Prominenter Dealmaker spürt Flaute im M&A-Markt
Duvenbeck betreibt Lager und bietet Lkw-Transporte für die Automobilindustrie an. Für das geplante Wachstum fehlen jedoch Übernahmeziele.
Foto: imago images/Jochen TackBerlin. Einst galt Cornelius Geber als rechte Hand von Speditions-Milliardär Klaus-Michael Kühne im schweizerischen Schindellegi, seit anderthalb Jahren gelten die Mühen des Hamburger Übernahmeexperten dagegen einem Wettbewerber aus Westfalen. Der 71-Jährige soll im Beirat des Bocholter Konzerns Duvenbeck geeignete Übernahmeziele sondieren. Nach DHL ist Duvenbeck der zweitgrößte Logistikdienstleister der Automobilbranche in Deutschland. „Nach der Mehrheitsübernahme durch Waterland wollen wir das Unternehmen strategisch weiterentwickeln, auch durch Zukäufe“, sagte Geber dem Handelsblatt. Doch sein Wirken verlief bislang ergebnislos.
„Die finanzstarken Container-Reedereien haben den Markt leer gefegt“, begründet Geber die Flaute. Man leide zudem unter einem „anspruchsvollen Umfeld“, klagt Geber, der mit seiner CG Beteiligungs- & Management GmbH auch für andere Firmenkunden M&A-Gelegenheiten sucht.
Beauftragt von Firmeninhaber Thomas Duvenbeck hatte Geber den Anteilsverkauf an die niederländische Private-Equity-Firma Waterland selbst eingefädelt – als selbstständiger Senior Advisor der M&A-Beratung MCF. Im Frühjahr 2022 übernahm Waterland nach Gebers Sondierungen 70 Prozent an dem Logistikdienstleister, der für Automobilhersteller wie Volkswagen, Mercedes, BMW und Mähdrescher-Hersteller Claas sowie Zulieferer wie Johnson Controls Lager betreibt und Lkw-Transporte organisiert.