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Großveranstaltungen Nürnberg verschiebt Waffenmesse wegen Coronavirus

Aus Angst vor Ansteckung mit der Lungenkrankheit sagen immer mehr Messeteilnehmer ab. Auch die Reisemesse ITB steht auf der Kippe.
28.02.2020 - 01:34 Uhr Kommentieren
Ein Messebesucher blickt durch ein Zielfernrohr: Die IWA & Outdoor-Classics ist auf unbestimmte Zeit vertagt. Quelle: dpa
Jagd- und Sportwaffenmesse IWA & Outdoor-Classics

Ein Messebesucher blickt durch ein Zielfernrohr: Die IWA & Outdoor-Classics ist auf unbestimmte Zeit vertagt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Am Montag wurde die Messe Light + Building in Frankfurt auf September verschoben. Am Dienstag folgte die Eisenwarenmesse in Köln, die nun fast ein Jahr später stattfinden soll. Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sagen immer mehr Aussteller und Besucher ihre Teilnahme an Messen ab. Die Veranstalter stehen unter Druck, die Messen zu verschieben.

Am Donnerstagabend vertagte nun die Nürnbergmesse „aufgrund der neuen Sachlage in Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus“ die internationale Waffenmesse IWA Outdoor-Classics und die Enforce Tac / U.T.SEC auf unbestimmte Zeit in diesem Jahr. Das teilte die Nürnbergmesse auf ihrer Homepage mit. Sie sollten vom 4. bis 5. und 6. bis 9. März stattfinden. Zur vergangenen Messe kamen mehr als 40.000 Fachbesucher.

Die Techmesse Embedded World dagegen hatte in Nürnberg bis Donnerstag stattgefunden. Allerdings gab es wegen hunderter Absagen wichtiger Aussteller eine Halle weniger als ursprünglich geplant. Teilnehmer hatten Kritik an der Messeleitung geübt und eine Absage gefordert. „Den finanziellen Verlust werden Sie verkraften, den Imageverlust wahrscheinlich nicht“, schrieb ein Aussteller im Leserforum des Fachmagazins „Elektronikpraxis“.

„Wenn die Messe nicht absagt, muss sie befürchten, dass es einen desaströsen Absturz der Besucherzahlen geben wird. Für die verbliebenen Aussteller bedeutet das, dass die Messe für sie nicht erfolgreich sein wird“, kritisierte ein anderer Teilnehmer der Embedded World.

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    Die IWA Outdoor-Classics gilt als führende internationale Fachmesse für Jagd und Schießsport, Outdoorequipment sowie Ausrüstung für den Einsatz in der zivilen und behördlichen Sicherheit. Ziel einer jeden Messe müsse es sein, für Aussteller und Besucher gleichermaßen ein besonderes Erlebnis zu schaffen und den vielfältigen Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen“, ließ Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der Nürnbergmesse, verlauten. „Dieses Ziel lässt sich unter den derzeit gegebenen Umständen leider nicht realisieren“, so Wolf.

    Krisenstab der Bundesregierung kommt zusammen

    Mit Spannung wird am Freitag die Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung erwartet. Der berät, ob Großveranstaltungen in Zeiten von Corona weiterhin stattfinden sollten. Offen ist etwa, ob die Reisemesse ITB in Berlin am Mittwoch wie geplant beginnen kann.

    Bundesinnenminister Horst Seehofer sprach sich wegen des Coronavirus für eine Absage der ITB in Berlin aus. „Ich persönlich bin der Meinung, dass man sie nicht durchführen sollte“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag der „Wirtschaftswoche“.

    Das Risiko bei einer solch großen Tourismusmesse mit Vertretern auch aus betroffenen Regionen und mit erwarteten 150.000 Besuchern sei nicht kalkulierbar. Zuvor hatte Seehofer auf einer Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin gesagt, es müsse abgewogen werden zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlichen Interessen. Spahn hatte betont, Entscheidungen über Absagen von Großveranstaltungen wie Messen müssten letztlich Länder und kommunale Behörden treffen.

    Mehr: Lesen Sie hier, wie der Bund gegen das Virus aufrüstet.

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