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SportartikelVerkaufsspekulationen um Puma – Aktie steigt stark

Puma steckt in der Krise. Die Familie Pinault könnte ihre Anteile am drittgrößten Sportartikelhersteller der Welt verkaufen. Als Interessenten kommen chinesische Firmen infrage.Axel Höpner 25.08.2025 - 17:15 Uhr Artikel anhören
Speedcat-Schuhe von Puma: Die Nachfrage enttäuscht. Foto: dpa

München. Der Aktienkurs des kriselnden Sportartikelherstellers Puma ist nach Übernahmespekulationen gestiegen. Die französische Familie Pinault prüfe einen möglichen Verkauf ihrer Beteiligung, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag. Die Milliardärsfamilie habe bereits Kontakte zu potenziellen Interessenten wie den Sportartikelfirmen Anta und Li Ning aus China geknüpft.

Puma wollte die Spekulationen nicht kommentieren. Der Aktienkurs des drittgrößten Sportartikelkonzerns der Welt stieg am Montag zwischenzeitlich fast um 20 Prozent auf etwa 22 Euro. Nach mehreren Gewinnwarnungen hatte sich der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten allerdings mehr als halbiert.

Die Familie Pinault hält über ihre Luxusholding Artemis, die zum Beispiel auch an Gucci beteiligt ist, 29 Prozent der Anteile an Puma. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Verkauf gegeben. Laut Bloomberg will die Familie einen deutlichen Aufschlag auf die aktuelle Bewertung von nur noch etwa 2,6 Milliarden Euro für das ganze Unternehmen.

Chinesen könnten an der Marke interessiert sein

Das mögliche Interesse von chinesischen Konkurrenten kommt nicht überraschend. Chinesische Wettbewerber hätten sich bereits einen gewissen Kenntnisstand aufgebaut und Erfahrungen in der Markenführung gesammelt, sagte Branchenexperte und Ex-Präsident von Intersport International, Klaus Jost, dem Handelsblatt. So hatte Anta unter anderem die finnische Amer-Gruppe übernommen.

Daher könne eine Übernahme grundsätzlich vorstellbar sein, zumal in China das Kapital für solche Akquisitionen vorhanden sei. Allerdings werde es nicht einfach, Puma wieder zu einer starken Marke aufzubauen. „Puma muss erst einmal die Produktfelder definieren, in denen sie gewinnen wollen.“ Es sei immer undankbar als Nummer drei hinter den nicht einholbaren Marktführern Nike und Adidas.

Puma steckt in der Krise, seit der Firmenchef Björn Gulden zum Konkurrenten Adidas gewechselt ist. Mehrmals musste Puma die Erwartungen nach unten korrigieren, der Konzern geriet in die Verlustzone.

Auch im Gesamtjahr 2025 erwartet das Unternehmen inzwischen operative Verluste – statt eines zuvor prognostizierten Gewinns von 445 Millionen bis 525 Millionen Euro. Guldens Nachfolger Arne Freundt musste gehen. Ex-Adidas-Manager Arthur Höld soll den Konzern nun aus der Krise führen, die eine Reihe von Ursachen hat.

So investierte Puma nach Einschätzung von Ex-Chef Freundt über lange Jahre zu wenig in die Marke. Zudem habe das Unternehmen in der Vergangenheit zeitweise gerade in den USA zu sehr auf Masse und niederwertige Verkaufskanäle gesetzt. Auch das neue Schuhmodell Speedcat schlug nicht in allen Märkten so gut ein wie erhofft.

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Mit dem Großaktionär Pinault konnte Puma lange gut leben. Der Konzern hatte einen stabilen Ankeraktionär, aber noch viel Eigenständigkeit. Vor einigen Wochen dementierte die Familienholding des französischen Milliardärs François Pinault angesichts der fallenden Aktienkurse der Beteiligungen an Puma sowie der Luxusmarke Kering Liquiditätsprobleme. Noch hat Pinault dem Bericht zufolge keine Entscheidung über einen Ausstieg getroffen. Es würden verschiedene Optionen geprüft.

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