Abgastechnik: Eberspächer hofft auf finalen Verbrenner-Boom
Der Esslinger Autozulieferer rutsche im abgelaufenen Jahr tief in die roten Zahlen.
Foto: EberspächerStuttgart. Der mit Abgasanlagen groß gewordene Autozulieferer Eberspächer zählt zu den Unternehmen, die sich mit der Elektromobilität schwertun. Bis einschließlich 2025 haben die Banken das Unternehmen mit klaren Vorgaben finanziert. „Wir müssen bis dahin sechs Prozent operative Rendite schaffen und unsere Rentabilität deutlich verbessern“, sagte Eberspächer-Chef Martin Peters am Mittwoch.
In diesem Jahr werde ein Schritt in diese Richtung gelingen. Im vergangenen Jahr war das Esslinger Familienunternehmen allerdings noch weit von dem Renditeziel entfernt.
Eberspächer wuchs im Nettoumsatz zwar um 20 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, dennoch rutschten die Esslinger 2022 tief in die roten Zahlen. Unterm Strich stand ein Minus von 94 Millionen Euro nach einem Plus von 21 Millionen Euro im Vorjahr.
Der Grund liege in den Anlaufschwierigkeiten bei neuen US-Werken, sagte Peters. Die Situation sei sehr schwierig. Durch Lieferengpässe auch im Zuge des Ukrainekriegs habe der Anlauf immer wieder unterbrochen werden müssen, sagte Peters. Auch gab es Qualitätsprobleme vor Ort, die man unterschätzt habe. Unter anderem habe Belegschaft aus Deutschland eingeflogen werden müssen, um die Produktion in Gang zu bringen. Diese Werke seien aber inzwischen in ruhigerem Fahrwasser.