Autobauer: Volkswagen liefert vorerst keinen ID.Buzz mehr in die USA
Düsseldorf, Wien, New York. Der Autobauer Volkswagen hat die Lieferung seines Elektro-Kleinbusses ID.Buzz in die Vereinigten Staaten vorerst gestoppt. Das erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Grund dafür sind demnach neben einem technischen Rückruf vor allem die Strafzölle der Regierung von US-Präsident Donald Trump.
Daten des Branchendienstleisters Marklines zeigen, dass es bereits im Mai einen abrupten Exportstopp des Modells gab. Damals hatte die US-Verkehrsbehörde Tausende ID.Buzz wegen Problemen mit den Sitzen zurückrufen lassen.
Ein Sprecher der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge bestätigte, dass der ID.Buzz derzeit nicht in die USA exportiert werde, und erklärte, dass die Auslieferungen des Modells im Rest der Welt um knapp 70 Prozent gestiegen seien. Allerdings wirkten sich „herausfordernde Rahmenbedingungen in einigen Märkten – unter anderem Nordamerika“ negativ auf diese Entwicklung aus.
Als Ursache für den derzeitigen Lieferstopp nach Nordamerika gab er einen Rückruf wegen einer aus Behördensicht zu breiten Rücksitzbank des US-Modells an.
„Es sind nicht die Rückrufe, es ist die Zollthematik“, entgegnet ein Insider. Auch eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person verwies auf die zuletzt deutlich angehobenen US-Zölle.