Autozulieferer: Nach Cyberangriff auf Continental: Hacker veröffentlichen Liste mit erbeuteten Daten
Hacker der Ransomware-Gruppe Lockbit haben etliche Daten des Autozulieferers erbeutet.
Foto: Continental AGDüsseldorf. Beim Cyberangriff auf Continental haben die Hacker offenbar nicht nur viele, sondern in großem Umfang auch sensible Daten erbeutet. Das geht aus einer Liste hervor, die die Hacker jetzt auf ihrem Blog im Darknet veröffentlicht haben.
Die Textdatei ist 7,6 Milliarden Zeichen lang, fast acht Gigabyte groß und listet die Speicherpfade von 55 Millionen Dateien auf. Nach Angaben der Hacker stammen diese alle von Conti-Servern.
In der Liste finden sich unter anderem Budget-, Investitions- und Strategiepläne, Unterlagen aus dem Personalbereich sowie vertrauliche Dokumente und Kommunikation der Vorstände und Aufsichtsräte. Auch Korrespondenz von Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle ist offenbar betroffen.
Continental hatte vergangene Woche Handelsblatt-Informationen bestätigt, nach denen die Ransomware-Gruppe „Lockbit 3.0“ im August eine erhebliche Menge Daten des Unternehmens gestohlen hat. Konzernkreisen zufolge geht es insgesamt um 40 Terabyte. Es ist das erste Mal, dass ein solch massiver Datenklau bei einem Dax-Konzern bekannt wurde.