Batteriehersteller: Zellfabrik in Bitterfeld wackelt: Daimler-Partner Farasis kämpft mit gravierenden Problemen
Farasis Energy baut sein strategisches Netzwerk in Europa im Bereich E-Mobilität aus.
Foto: obsMünchen. Batteriezellen für Elektroautos sind ein knappes Gut. Der Autobauer Daimler bezieht die begehrte Ware daher von einer Vielzahl von Lieferanten wie den südkoreanischen Konzernen LG Chem und SK Innovation.
Beide Partner verfolgen in Deutschland große Pläne, um den steigenden Bedarf von Großkunden wie Daimler nach Lithium-Ionen-Zellen zu bedienen. Konkret baut CATL am Erfurter Kreuz eine Gigafactory und Farasis in Bitterfeld-Wolfen.
Doch beide Projekte sind in Verzug. Während CATL aktuell nur einige Monate hinter dem Zeitplan zurückliegt und Mitte 2022 mit der Fertigung in Thüringen loslegen dürfte, kämpft Farasis mit weit gravierenderen Problemen.
Der Start der Zellproduktion in Sachsen-Anhalt wird sich voraussichtlich um zweieinhalb Jahre verschieben – von April 2022 auf Oktober 2024, erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen. Dabei hätte eigentlich schon die erste Bauphase der 600 Millionen Euro schweren Ansiedlung in Bitterfeld abgeschlossen sein sollen.