Mercedes: Autobauer plant „kleinen“ Ableger der G-Klasse
Das infolge seiner Kastenform besonders wuchtig anmutende Fahrzeug ist so beliebt wie nie zuvor in seiner mehr als 40-jährigen Geschichte.
Foto: Daimler AGWien. Die Luxusstrategie von Mercedes-Benz führt zu großen Veränderungen im Modellportfolio der Marke. Viele bekannte Baureihen werden in den kommenden Jahren eingestellt. Dazu zählen beispielsweise A-Klasse und B-Klasse, der CLS sowie mehrere Cabrios.
Zeitgleich entwickelt der Stuttgarter Autobauer gänzlich neue Fahrzeugtypen, etwa einen Mix aus SUV und Limousine speziell für chinesische Kunden. Die vielleicht gewagteste Produktneuheit in den kommenden Jahren dürfte aber ein Kompaktwagen sein, der optisch starke Ähnlichkeiten mit der G-Klasse aufweisen soll.
Konkret will Mercedes um das Jahr 2026 herum eine Art „Mini-G“ auf den Markt bringen, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Wobei klein relativ ist. Das Fabrikat soll nur leicht kürzer sein als die 4,8 Meter lange G-Klasse, dürfte gleichzeitig aber deutlich niedriger ausfallen als das fast zwei Meter hohe Original.
G-Klasse von Mercedes: Ola Källenius will Modell „unbedingt“
Schon diese Eckdaten zeigen: Die „kleine“ G-Klasse ist nicht als reine Schrumpfversion des Geländewagenklassikers konzipiert, sondern soll eine gänzlich eigenständige Baureihe werden. Intern ist das Projekt zwar nicht unumstritten, als größter Fürsprecher gilt jedoch Vorstandschef Ola Källenius. Der Schwede wolle „unbedingt“, dass die G-Klasse einen kompakten Ableger erhält, erklären Beteiligte. Mercedes wollte sich dazu nicht äußern.