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Carla Kriwet wird Vorstand bei PhilipsEine Frau auf dem Weg nach oben

Carla Kriwet soll bei Philips die digitalen Aktivitäten verantworten. Damit ist sie eine der wenigen deutschen Frauen, die es international in eine Topposition geschafft haben. Schon früh hat sie Ausrufezeichen gesetzt.Tanja Kewes 15.02.2017 - 17:49 Uhr Artikel anhören

Die deutsche Managerin steigt in den Philips-Vorstand auf.

Foto: Henning Bode/laif

Eindhoven. Sie hat es geschafft. Carla Kriwet ist in den Vorstand eines internationalen Konzerns aufgestiegen. Die 45-Jährige verantwortet ab sofort die gesamten digitalen Aktivitäten des niederländischen Elektronikkonzerns Philips. Bisher war sie für die größte Sparte in diesem Bereich, die Patientenüberwachung, zuständig.

Kriwet wechselt damit von der zweiten in die erste Reihe. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Der Geschäftsbereich steht für die Zukunft in der Gesundheitswirtschaft“, sagte Kriwet dem Handelsblatt. Kriwet, die mit ihren großen, blauen Augen und ihrem Gardemaß von 1,81 Metern eine auffallende Erscheinung ist, ist damit eine der wenigen deutschen Frauen, die es international in eine Topposition geschafft haben.

Dazu gehören noch Petra Hesser, Personalchefin von Ikea, sowie Margit Wennmachers, Partnerin des Wagniskapitalfinanzierers Andreessen Horowitz. In großen Konzernen sind mit Birgit Bohle (Deutsche Bahn), Janina Kugel (Siemens), Erica Mann (Bayer) und Claudia Nemat (Deutsche Telekom) inzwischen einige deutsche Frauen in den Vorstand befördert worden.

Erfolgreich in Deutschland und den USA

Für Kriwet, die Betriebswirtin ist und in Sankt Gallen promoviert hat, ist es der nächste große Karriereschritt. Die Düsseldorferin, Tochter des Ex-Vorstandschefs von Thyssen, Heinz Kriwet, hat in ihrem Leben früh Ausrufezeichen gesetzt. Als Schülerin half sie, das Leid von Aids-Patienten in Burundi zu lindern, als Studentin sagte sie indischen Lokomotiv-Ingenieuren, wo es langgeht - mit 32 Jahren war sie Stabsleiterin von Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle, und mit 38 Chefin von 1650 Mitarbeitern und Mutter von drei Kindern.

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Ihr Aufstieg verläuft weiter rasch, wenn auch nicht reibungslos. Der Wechsel von Linde in den Vorstand des Familienunternehmens Drägerwerk im Jahr 2011 bleibt eine Episode. Schon nach kurzer Zeit verabschiedet sie sich dort wieder. Sie wird Deutschland-Chefin von Philips in Hamburg. Nach nicht einmal zwei Jahren geht sie für Philips nach Boston und führt von dort die Sparte Patientenüberwachung.

Und nun ist sie zusätzlich zu ihrer bisherigen Verantwortung für die gesamten digitalen Aktivitäten von Philips zuständig, einem Geschäft mit mehr als drei Milliarden Euro Umsatz und von strategischer Bedeutung. Philips-Vorstandschef Frans van Houten, an den Kriwet schon in den vergangenen zwei Jahren direkt berichtet hat, erklärt angesichts ihrer Beförderung: „Wir sind nun bestens für die Zukunft aufgestellt.“

Die Konzernleitung hat zwölf Mitglieder und ist international besetzt. Neben der Deutschen Kriwet und mehreren Niederländern und Amerikanern stammen zwei Topmanager aus Indien und China. Kriwet ist zudem die zweite Frau in dem Gremium. Bei allem Erfolg ist Kriwet bescheiden und bodenständig geblieben. Für ihre neue Aufgabe zieht sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern zunächst nicht um. Sie bleiben in Boston wohnen, da die Vereinigten Staaten für ihren Bereich der größte Markt sind.

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