Handelskonflikt: US-Wirtschaftslenker könnten Trump in Zollpolitik beeinflussen
San Francisco. Am Ende ließ er sich doch umstimmen: Mittwochabend verkündete US-Präsident Donald Trump, das Gros seiner jüngsten Zollerhöhungen für 90 Tage zu pausieren. Anlass für diese Entscheidung sei auch eine Äußerung von Jamie Dimon gewesen, erklärte Trump. Der Chef der Großbank JP Morgan hatte in einem Fernsehinterview davor gewarnt, dass die aktuelle Zollpolitik zu einer Rezession in den USA führen könne. Dies habe ihn beeindruckt, so der Präsident.
Die Wirkung von Dimons Interview lässt in den USA die Hoffnung wachsen, dass auch andere prominente Vertreter der US-Wirtschaft Einfluss nehmen können auf Trump. Bislang hatten sich die Lenker der großen US-Konzerne und -Banken öffentlich mit Kritik zurückgehalten.
Einheimische wie ausländische Investoren hoffen, dass Corporate America nun doch eingreift. Sie haben wegen der Börsenturbulenzen in den vergangenen Tagen viel Geld verloren und sehnen sich daher nach Vernunft und Stabilität.
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Grundsätzlich geriert sich Trump als Verfechter der US-Wirtschaft. Sie zu stärken, nennt er als zentrales Ziel vieler politischer Maßnahmen. Unter den Unterstützern und Financiers seines Wahlkampfs waren daher viele prominente Manager und Banker. Auch seine Zollpolitik solle das Geschäft von US-Firmen festigen, so Trump.