Energieausweis-Pflicht 2024: Braucht meine Immobilie einen Energieausweis?
Düsseldorf. Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder vermieten will, muss einen Energieausweis vorweisen. Anhand des Ausweises können potenzielle Mieter oder Käufer erkennen, wie hoch die Energieeffizienz eines Gebäudes ist. Seit 2014 ist dieses Dokument verpflichtend. Doch wer stellt einen Energieausweis aus? Und benötigt ihn jede Immobilie? Eine Übersicht.
Ein Energieausweis für Gebäude: Was ist das?
Der Energieausweis informiert Verbraucher über die Energieeffizienz einer Wohnimmobilie. Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen oder mieten will, sollte anhand des Dokumentes die Energieeffizienz unterschiedlicher Immobilien vergleichen und die Energiekosten einschätzen können. Verkäufer sind laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) dazu verpflichtet, den Ausweis bei einem potenziellen Verkauf vorzulegen. Auch Vermieter sind zum Vorlegen des Dokuments verpflichtet.
Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis: Was ist der Unterschied?
Es gibt zwei Formen des Energieausweises: den Verbrauchsausweis und den Bedarfsausweis. Sie unterscheiden sich dadurch, wie sie die Energieeffizienz einer Immobilie berechnen. Der Energieverbrauch oder -bedarf wird dabei in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Nutzfläche angegeben.
- Der verbrauchsorientierte Energieausweis berechnet den Energieverbrauch mittels der Verbrauchswerte der vergangenen drei Jahre. Verbrauchsausweise sind häufig einfacher zu erstellen und günstiger.
- Der bedarfsorientierte Energieausweis bezieht in seine Berechnung Indikatoren wie Heizungstechnik und Dämmung des Hauses ein, aber auch Alter und Typ der Immobilie. Daher ist ein Bedarfsausweis oft aussagekräftiger als ein Verbrauchsausweis, kostet aber auch mehr.
Energieausweis-Pflicht: Braucht jedes Haus einen Energieausweis?
Wer ein Haus oder eine Wohnung neu baut, vermietet oder umfassend saniert, ist verpflichtet, einen Energieausweis vorzulegen. Das regelt das GEG.