Energiewende: Strom im Überfluss – Deutschland steht vor einem neuen Problem

Euphorisch feiern Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur in diesen Tagen den rasanten Ausbau der Photovoltaik. „Wir sind auf Kurs. Die Energiewende kommt voran“, kommentiert Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Jahresbilanz zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Und Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller lobt den „Boom beim Photovoltaik-Zubau“, der die Energiewende weiter voranbringe.
Tatsächlich steigt die installierte Photovoltaik-Leistung rasant an. Allein 2024 kamen gut 16 Gigawatt (GW) hinzu, zwei Drittel davon auf Hausdächern. Insgesamt sind in Deutschland inzwischen fast 100 GW Photovoltaik am Netz.
» Lesen Sie auch: Strompreise: Der Kanzler verspricht Dinge, die er nicht halten kann
Zur Veranschaulichung: 100 GW entsprechen der installierten Leistung von 100 großen Kohlekraftwerksblöcken. Die Stromausbeute der Photovoltaik beträgt jedoch nur einen Bruchteil der Stromproduktion fossiler Kraftwerke. Denn Photovoltaik liefert nur Strom, wenn die Sonne scheint.
Damit sind wir beim Kern des Problems: Wenn die Sonne scheint, liefert die Photovoltaik Strom im Überfluss – rechnerisch schon heute mehr, als selbst in Zeiten hohen Stromverbrauchs überhaupt benötigt wird.