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OstseeAuch russisches Unterseekabel offenbar in der Ostsee beschädigt

In den vergangenen Monaten wurden mehrere Unterseekabel von Nato-Ländern in der Ostsee beschädigt. Jetzt meldet auch Russland ein kaputtes Kabel – und arbeitet bereits an den Reparaturen. 09.02.2025 - 01:25 Uhr Artikel anhören
Der Öltanker Eagle S ankerte Mitte Januar in der Nähe eines finnischen Hafens bei Porvoo. Der Tanker wird verdächtigt, für die Kabelbeschädigungen verantwortlich zu sein. Foto: Vesa Moilanen/Lehtikuva/dpa

Moskau, Helsinki. Nun spricht auch Russland von einem beschädigten Unterseekabel in der Ostsee. Der Schaden an dem Telekommunikationskabel Baltika sei vor einiger Zeit durch äußere Einwirkung entstanden, teilten russische Nachrichtenagenturen und Rostelekom, das staatliche Telekommunikationsunternehmen, in Moskau mit. „Es laufen Wiederherstellungsarbeiten“, wurde eine Mitteilung der Firma zitiert. Auf die Kunden habe der Kabelschaden keine Auswirkungen.

Die finnische Küstenwache teilte auf dem Kurznachrichtendienst X mit, sie überwache die Reparatur eines gerissenen Unterseekabels durch ein russisches Schiff in der Wirtschaftszone Finnlands. Der Schaden an dem Kabel, das zwischen St. Petersburg und Kaliningrad verläuft, sei dem zuständigen Ministerium bereits seit dem 27. Dezember bekannt.

Auch finnische Medien hatten berichtet, dass die Küstenwache des Landes die Reparaturarbeiten an einem Telekommunikationskabel im Finnischen Meerbusen durch ein russisches Schiff überwachte. Schäden an Kabeln in der Ostsee kommen immer häufiger vor: Schweden, Norwegen und Finnland meldeten in den letzten Monaten ähnliche Vorfälle.

Reparaturen dauern etwa eine Woche

In den finnischen Angaben war noch von einem zweiten, parallel verlaufenden russischen Kabel die Rede, das ebenfalls beschädigt sei. Die Arbeiten würden etwa eine Woche dauern, berichtete der finnische Rundfunksender Yle unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium in Helsinki.

Das russische Telekomkabel Baltika kreuzt laut dem Sender die an Weihnachten am 25. Dezember beschädigten Kabel zwischen Finnland und Estland. Im Verdacht steht der zur russischen Schattenflotte gerechnete Tanker „Eagle S“, der auf Weisung der Behörden weiterhin vor der Küste Finnlands festliegt.

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Obwohl die Behörden bisher keine Beweise für Sabotage vorlegen konnten, wird weiterhin die Möglichkeit böswilliger Aktivitäten in Betracht gezogen. Die NATO hat vor kurzem ihre Marinepatrouillen nach einem mutmaßlichen Sabotageakt an Unterseekabeln zwischen Finnland und Estland verstärkt.

Mit Tausenden von Schiffen, die sie täglich passieren, ist die Ostsee eine der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten der Welt. Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 – und den damit verbundenen internationalen Energiesanktionen gegen den Kreml –äußerten westliche Länder die Sorge, dass die so genannte Schattenflotte, die russisches Öl von baltischen Häfen aus transportiert, aufgrund des Alters der Schiffe und unzureichender Versicherung Sicherheitsverletzungen und Umweltrisiken verursachen könnte.

Bloo, dpa
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