USA: Drei Gründe, warum Trumps Haushaltsgesetz die Märkte beunruhigt
Washington, New York. Für Donald Trump ist die Verabschiedung des US-Haushaltsgesetzes im Repräsentantenhaus der erste große legislative Sieg. Seine Zustimmungswerte sind aufgrund der erratisch wirkenden Strafzölle und der Aussicht auf steigende Verbraucherpreise abgesackt – diesen Trend will er umkehren.
Doch mit den billionenschweren Steuersenkungen, die im nächsten Schritt den US-Senat passieren müssen, riskiert Trump die fiskalische Stabilität der Vereinigten Staaten – trotz vieler Warnsignale an den Märkten, die sich weiterhin nicht beruhigen. Der breit gefasste S&P 500 startete am Donnerstagmorgen (Ortszeit) 0,2 Prozent im Minus, ebenso der US-Leitindex Dow Jones.
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Investoren reagieren seit Tagen nervös: Die Renditen für US-Staatsanleihen steigen, die Ratingagentur Moody’s senkt ihre Bewertung. Selbst innerhalb der Republikanischen Partei wächst der Widerstand gegen die finanzielle Schieflage, die sich abzeichnet. Entsprechend knapp war der Beschluss des Haushaltspakets im Repräsentantenhaus. Es wurde mit nur einer Stimme mehr als der erforderlichen Mehrheit verabschiedet.
Öffentlich verkauft Trump die Haushaltspläne als Riesenerfolg, der die Wirtschaft ankurbeln werde. „The one big, beautiful bill“, wie Trump das Paket am Donnerstagmorgen erneut auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bezeichnete, sei „das wohl bedeutendste Gesetz, das jemals in der Geschichte unseres Landes unterzeichnet“ wurde.