Vinted: Secondhand-Plattform hat es geschafft, mit Trade Republic gleichzuziehen
Vilnius. In Litauen hat Vinted so ziemlich alles erreicht, was man erreichen kann. Das Unternehmen ist mittlerweile das wertvollste Start-up des Landes und steht in Arbeitgeberrankings immer an der Spitze. Gestartet als Onlinemarktplatz für Secondhandmode bietet Vinted jetzt eine ganze Palette an gebrauchten Waren an: außer Kleidung auch Kameras, Werkzeug, Golfbälle. Heute ist Vinted daher mehr Ebay als Kleiderkreisel.
Seit der letzten Finanzierungsrunde im Oktober wird Vinted mit fünf Milliarden Euro bewertet. Damit steht das Start-up auf einer Stufe mit dem Berliner Neobroker Trade Republic und ist zwei Milliarden Euro teurer als das Bus- und Bahnunternehmen Flix.
Doch Firmenchef Thomas Plantenga reicht das nicht. „Für Litauen haben wir aktuell eine großartige Größe. Ich aber will weltweit operieren“, macht er gleich zu Beginn des Gesprächs mit dem Handelsblatt deutlich. Der Unternehmer hat auch ein klares Ziel vor Augen: „Alle Arten von Konsumgütern, die es im Haushalt gibt, sollten auf Vinted ge- und verkauft werden können.“