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DeutschlandticketPreis soll 2026 auf 63 Euro steigen

Die Verkehrsminister haben sich auf eine Erhöhung des Ticketpreises geeinigt. Das Deutschlandticket wird damit erneut deutlich teurer. 18.09.2025 - 16:37 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Fahrgäste in Berlin: Das Deutschlandticket soll erneut deutlich teurer werden. Foto: dpa

München. Der Preis des Deutschlandtickets im Nahverkehr soll im kommenden Jahr von derzeit 58 Euro auf 63 Euro im Monat steigen, wie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) nach der Verkehrsministerkonferenz in München sagte. Er sprach von einem einstimmigen Beschluss.

Zu Jahresbeginn war der Preis des Tickets von 49 Euro auf 58 gestiegen. Das Deutschlandticket gibt es seit Mai 2023. Es wird nach Branchenangaben von rund 14 Millionen Menschen genutzt und ermöglicht bundesweit Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hofft trotz der Preiserhöhung durch die langfristige Absicherung auf mehr Ticketverkäufe. „Insbesondere Arbeitgeber, die noch unsicher waren, können ihren Mitarbeitenden nun ein stark vergünstigtes Jobticket anbieten, ohne Angst zu haben, jährlich ihre Systeme umstellen zu müssen“, sagte Schnieder am Donnerstag vor Journalisten.

Aber auch für den Bund, die Länder und die Verkehrsunternehmen biete die mehrjährige Finanzierungszusage die nötige Sicherheit, die Systeme darauf auszurichten, so der Verkehrsminister.

Hintergrund der erneuten Preiserhöhung zum 1. Januar 2026 ist ein Finanzstreit zwischen Bund und Ländern. Knackpunkt bei Verhandlungen war die Frage, wie erwartete Mehrkosten bei Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen – über die drei Milliarden Euro pro Jahr hinaus, die Bund und Länder bisher zusammen bereitstellen und auch für das kommende Jahr geben wollen. Sowohl der Bund und die Länder geben jeweils 1,5 Milliarden Euro. Das Deutschlandticket ist im Vergleich zu bisherigen Abos günstiger, das sorgt für Einnahmeausfälle.

Deutschlandticket: Länder geben Bundesregierung Schuld an Preiserhöhung

Ohne eine „Dynamisierung“ der drei Milliarden Euro von Bund und Ländern drohe bereits 2026 eine massive Finanzierungslücke von prognostizierten 800 Millionen Euro, hatte Alexander Möller, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), gesagt.

Die Verkehrsminister der Länder haben sich am Donnerstag auf eine Preiserhöhung beim Deutschlandticket geeinigt. Künftig soll das Ticket 63 Euro statt bisher 58 Euro im Monat kosten. Für 2027 steht bereits eine weitere Erhöhung im Raum.

Vor der Verkehrsministerkonferenz hatten Länderminister der Bundesregierung die Schuld an einer Preiserhöhung gegeben. So sagte die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Katrin Eder (Grüne), der Bund löse seine Versprechungen aus dem Koalitionsvertrag nicht ein. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heißt es zum Deutschlandticket, der Anteil der Nutzerfinanzierung solle ab 2029 schrittweise und sozialverträglich erhöht werden.

Allerdings stehen Vorhaben im Koalitionsvertrag generell unter Finanzierungsvorbehalt. In der Finanzplanung des Bundes klaffen Milliardenlücken. Auch die Länder wollten nicht mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr geben.

Den Preis für das Ticket setzt die Verkehrsministerkonferenz (VMK) der Länder fest. Der Bund ist Gast. Formell beschlossen wird die Erhöhung dann noch mal im Bundesrat. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) war bei den Gesprächen in München nicht dabei, er wurde von einem Staatssekretär vertreten.

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Mechanismus soll ab 2027 Preis für Deutschlandticket regeln

In München wurde ein Preismechanismus diskutiert, denn die „politische Preisfindung“ soll bald ein Ende haben. Ab 2027 soll der Preis des Deutschlandtickets anhand eines bis zur Verkehrs­ministerkonferenz Ende Oktober 2025 zu erarbeitenden Kostenindexes gebildet werden.

Einfluss finden sollen zum Beispiel Lohn- und Energiekosten, so Bernreiter. Die Nutzer und Verkehrsunternehmen hätten dann Klarheit. „Mir ist wichtig, dass wir da mit Hochdruck dranbleiben“, sagte Bundesverkehrsminister Schnieder am Donnerstag.

dpa, jfo
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