Preisschock: Schokolade und Pralinen zur Adventszeit deutlich teurer
Frankfurt. Schokolade, Dominosteine, Kekse – in der Vorweihnachtszeit sind Süßigkeiten besonders gefragt. Doch viele der beliebten Produkte sind hierzulande deutlich teurer geworden. Im Schnitt 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher im Oktober 2025 zum Beispiel für Schokolade zahlen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.
Die klassische Tafel war demnach fast ein Drittel teurer, die Preise für Schokoriegel und andere Schoko-Produkte stiegen im Preis um 16 Prozent. Pralinen kosteten im Oktober 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preise für Kekse stiegen dagegen vergleichsweise moderat um knapp zwei Prozent.
Zum Vergleich: Insgesamt sind die Verbraucherpreise in Deutschland im selben Zeitraum um 2,3 Prozent gestiegen, die Preise für Nahrungsmittel legten um 1,3 Prozent zu.
Was viele Verbraucher ahnen, bestätigt die Statistik: Auch mittelfristig haben sich Schokoladen und andere Süßwaren stärker verteuert als andere Nahrungsmittel. Legten diese im Schnitt von 2020 bis 2024 um 33,2 Prozent zu, waren es bei Keksen satte 74,4 Prozent Preissteigerung.
Schokolade wurde in dem Zeitraum fast 40 Prozent teurer, Kaugummi und Gummibären kamen auf 39,1 Prozent. Unter dem Schnitt der allgemeinen Nahrungsmittelinflation blieben Pralinen mit 20,3 Prozent und Bonbons mit 15,1 Prozent Preissteigerung.
Kakao, unerlässlich und teuer
Dass sich Süßigkeiten überdurchschnittlich verteuerten, erklärt sich unter anderem durch die Entwicklung der Preise für wichtige Zutaten wie Kakao und Zucker. Der Kakaopreis etwa war 2024 auf Rekordniveau gestiegen.
Und auch wenn der Preis zuletzt etwas gesunken ist, bleibt der Rohstoff weiterhin vergleichsweise teuer. Das geben Hersteller an ihre Kundschaft weiter – und verweisen zudem auf hohe Kosten für Personal, Energie und Transport.
Hersteller wie Ritter Sport, Lindt & Sprüngli oder Mondelez haben zuletzt schnelle Preissenkungen abgelehnt. Barry Callebaut, einer der größten Schokoladenhersteller der Welt, rechnet erst mit einer deutlichen Entspannung bis Ende 2026. Das Schweizer Unternehmen erwartet jedoch niedrigere Kakaopreise als noch vor sechs Monaten, wie aus der Präsentation der Jahresergebnisse hervorgeht.