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Börse am 24. MärzDax notiert vorbörslich im Plus – Fünf Punkte, die für Anleger heute wichtig sind

Gute Vorgaben aus Asien könnten den Dax am Dienstagmorgen antreiben. Die Anleger blicken aber vor allem auf die USA. Was heute wichtig wird.Tom Körkemeier 24.03.2020 - 08:20 Uhr aktualisiert

Blick auf die Anzeige an der Frankfurter Börse.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die Coronakrise hat die Börsen weiter fest im Griff. Am Montag war der Dax nach einer Berg- und Talfahrt 2,1 Prozent niedriger bei 8741 Zählern aus dem Handel gegangen. Zu dem Zeitpunkt hatten auch die US-Börsen deutlich im Minus notiert, weil die neuen Konjunkturmaßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve als Zeichen der Hilflosigkeit gewertet wurden und der US-Kongress sich zunächst nicht auf ein Rettungspaket für die amerikanische Wirtschaft einigen konnte.

In Deutschland beschloss die Bundesregierung derweil umfassende Maßnahmen für Unternehmen und Selbstständige, doch auch diese Hilfen konnten dem deutschen Aktienmarkt keine neue Kraft einhauchen.

Am Dienstag könnte die Stimmung an der Börse aber wieder freundlicher ausfallen. Vorbörslich notiert der deutsche Leitindex Dax auf außerbörslichen Handelsplattformen fast fünf Prozent im Plus bei rund 9170 Punkten.

1 – Vorgabe aus den USA

Die USA rücken zunehmend ins Zentrum der Coronakrise. Während die Infektionszahlen steigen, können sich Regierung und Kongress bisher nicht auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stützung der Wirtschaft einigen. Neue Hilfen der US-Notenbank verpufften deshalb am Montag an der Wall Street.

Der Dow Jones Industrial verlor rund drei Prozent auf 18.592 Punkte. Er weitete die Verluste der desaströsen Vorwoche aus und fiel auf den tiefsten Stand seit November 2016. Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Rückschlag von 2,9 Prozent auf 2237 Punkte aus dem erneut von starken Schwankungen bestimmten Handel. Der technologielastige Nasdaq Composite sank um 0,3 Prozent auf 6860 Punkte.

2 – Handel in Asien

Die asiatischen Aktien haben am Dienstag kräftig zugelegt. Das Versprechen der US-Notenbank Fed, die Wirtschaft mit weiteren quantitativen Lockerungen zu stützen, verringerte die Belastungen an den Finanzmärkten. Während die Wall Street davon unbeeindruckt schien, ließen sich die Anleger in Asien ermutigen.

Die Aktie von Nikkei-Schwergewicht Softbank stieg um 20,2 Prozent und verlängerte damit ihren Lauf, der einen Tag zuvor begann, als das Tech-Konglomerat bis zu 41 Milliarden Dollar an Asset-Verkäufen und einem Rekord-Aktienrückkauf ankündigte, um seinen kollabierenden Aktienkurs zu stützen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 4,4 Prozent höher bei 17.627 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,8 Prozent und lag bei 1315 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 1,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 5,8 Prozent.

3 – Maßnahmen der Federal Reserve

Erst vergangene Woche hatte die Fed angekündigt, mindestens 500 Milliarden Dollar in Staatsanleihen und mindestens 200 Milliarden Dollar in hypothekenbesicherte Wertpapiere, sogenannte Mortgage-Backed Securites (MBS), zu stecken. Doch die Rekordsumme an sogenannter quantitativer Lockerung reicht offenbar nicht aus.

Allein diese Woche werde die Fed Papiere im Wert von 625 Milliarden Dollar übernehmen, nachdem sie in der vergangenen Woche bereits gut 350 Milliarden Dollar in Staatsanleihen und MBS gesteckt hat. Auch will die Notenbank MBS für Gewerbeimmobilen kaufen, weil auch dieser Markt in den vergangenen Tagen praktisch eingefroren war.

In einer Stellungnahme der Notenbank heißt es: „Große Unsicherheiten bleiben, doch es ist klar geworden, dass unsere Volkswirtschaft ernsthaften Störungen ausgesetzt sein wird.“ Der öffentliche und der private Sektor müssten daher „aggressive Schritte gehen, um den Verlust an Arbeitsplätzen und Einkommen zu begrenzen und eine schnelle Erholung sicherzustellen“.

Die Fed setzt auf eine Mischung aus neuen und erprobten Maßnahmen, die bereits in der Finanzkrise 2008 zum Einsatz kamen, um ihren Teil dazu beizutragen. Dabei hat sie große und kleine Unternehmen im Fokus, ebenso wie Banken und Verbraucher.

4 – US-Rettungspaket bleibt in der Schwebe

Die Verhandlungen über ein Konjunkturpaket in den USA in Höhe von mehr als einer Billion Dollar (900 Milliarden Euro) gegen die Coronakrise haben sich am Montag hingezogen. Bei einer Abstimmung im US-Senat zu dem Paket kam erneut nicht die nötige Mehrheit in der Kammer zustande. Bereits am Sonntagabend (Ortszeit) hatten die Demokraten im Senat das federführend von Republikanern erstellte Paket bei einer prozeduralen Abstimmung blockiert.

Obwohl beide Seiten seit Freitag über die Details des Pakets verhandelten, gab es immer noch größere Differenzen. Ein finales Votum zu dem Paket verzögert sich damit weiter. Die Republikaner und Finanzminister Steven Mnuchin hatten eigentlich für Montag mit der Verabschiedung des Konjunkturpakets gerechnet.

5 – Windkonzern Nordex legt seine Zahlen vor

Der Windkraftanlagen-Hersteller hat im vergangenen Jahr von guten Geschäften in Europa und Nordamerika profitiert. Den schwachen deutschen Heimatmarkt konnten die Hamburger bislang über Auslandsaufträge kompensieren. Die könnten durch die weltweite Coronakrise jetzt allerdings auch zum Problem werden. Konzernchef José Luis Blanco präsentiert heute die endgültigen Jahreszahlen und dürfte auch mitteilen, wie sehr die Coronakrise auch die Windbranche trifft.

Termine Unternehmen am 24. März

07:00 Uhr Deutschland: Nordex, Jahreszahlen (detailliert)

07:00 Uhr Deutschland: Rational, Jahreszahlen (detailliert) + 11:00 Uhr Online-Bilanz-Pk

07:00 Uhr Luxemburg: Corestate Capital, Jahreszahlen (detailliert)

07:25 Uhr Deutschland: Rhön-Klinikum, Jahreszahlen (detailliert)

08:00 Uhr Deutschland: LPKF, Jahreszahlen (detailliert)

08:00 Uhr Deutschland: Bertelsmann, Jahreszahlen (Call 9.30 Uhr)

08:00 Uhr Deutschland: Singulus, Jahreszahlen (detailliert)

08:00 Uhr Großbritannien: Kingfisher, Jahreszahlen

09:40 Uhr Deutschland: PSI Software, Jahreszahlen

11:00 Uhr Deutschland: Nord/LB, Bilanz-Pk (Webcast)

21:15 Uhr USA: Nike, Q3-Zahlen

Termine Unternehmen am 24. März ohne Zeitangabe

Deutschland: Flughafen München, Jahreszahlen

Deutschland: Schaeffler, Capital Markets Day

Deutschland: VW-Dachgesellschaft Porsche SE, Geschäftsbericht

Niederlande: Altice, Jahreszahlen

Termine Konjunktur am 24. März

09:15 Uhr Frankreich: PMI Dienste und Verarbeitendes Gewerbe 03/20 (vorläufig)

09:30 Uhr Deutschland: PMI Dienste und Verarbeitendes Gewerbe 03/20 (vorläufig)

10:00 Uhr Europa PMI Dienste und Verarbeitendes Gewerbe 03/20 (vorläufig)

10:30 Uhr Großbritannien: PMI Dienste und Verarbeitendes Gewerbe 03/20 (vorläufig)

14:00 Uhr Ungarn: Zentralbank, Zinsentscheid

14:45 Uhr USA: Markit PMI Dienste und Verarbeitendes Gewerbe 03/20 (vorläufig)

15:00 Uhr USA: Neubauverkäufe 02/20

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15:00 Uhr USA: Richmond Fed Herstellerindex 03/20

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