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AusschüttungenImmer mehr Banken setzen ihre Dividendenzahlungen aus – nun auch die Helaba

Die Landesbank Hessen-Thüringen will erst ab Herbst über die Ausschüttung entscheiden. Andere Geldhäuser vollziehen ebenfalls eine Kehrtwende. Die LBBW prüft noch.Elisabeth Atzler 03.04.2020 - 17:08 Uhr

Wie andere Geldhäuser auch setzt die Landesbank Hessen-Thüringen die Dividendenzahlung vorerst aus.

Foto: dpa

Frankfurt. Zusehends mehr Banken folgen der Empfehlung der Aufsichtsbehörden und setzen Ausschüttungen an ihre Eigentümer aus. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zahlt nun vorerst auch keine Dividende. Ein Helaba-Sprecher sagte auf Anfrage, die Gremien der Bank würden die Entscheidung bis ins vierte Quartal dieses Jahres zurückstellen.

Vor etwas mehr als einer Woche hatte die Helaba noch erklärt, sie plane eine Ausschüttung. Dabei ging es um eine Summe von 90 Millionen Euro. Die Landesbank gehört mehrheitlich den Sparkassen in Hessen und Thüringen, Träger sind daneben die beiden Bundesländer.

Mehrere Aufsichtsbehörden hatten Zurückhaltung bei den Auszahlungen angemahnt. Sie riefen die Geldhäuser dazu auf, die europäische Wirtschaft in der Coronakrise zu unterstützen – im Zweifel zulasten von Boni und Dividenden. Die Europäische Zentralbank (EZB) forderte konkret, eine Dividendenausschüttung mindestens bis zum 1. Oktober auszusetzen.

Die Bayrische Landesbank teilte ebenfalls am Freitag mit, sie werde vorerst auf eine Ausschüttung verzichten. Vorgesehen war eine Auszahlung von 150 Millionen Euro. Die Landesbank Baden-Württemberg hat noch nicht abschließend entschieden. Sie erklärte: „Wir prüfen selbstverständlich die Aufforderung der EZB und sind dabei in engem Austausch mit unseren Eigentümern.“ Sie hatte Mitte März noch angekündigt, knapp 260 Millionen Euro auszuschütten.

Finanzkreisen zufolge will auch die DZ Bank Beschluss und Auszahlung der Dividende vertagen. Das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken hatte Ende Februar noch angekündigt, dass es 320 Millionen Euro ausschütten wolle. Die DZ Bank gehört den rund 840 Genossenschaftsbanken in Deutschland. Zuvor hatte der Branchendienst „Platow Brief“ darüber berichtet.

Die nach der DZ Bank zweitgrößte deutsche Genossenschaftsbank, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank), will an einer Dividendenzahlung festhalten. Statt der ursprünglich angepeilten 48 Millionen Euro sollen nun aber 24 Millionen Euro ausgeschüttet werden, wie das Geldhaus am Mittwoch mitteilte. Die Auszahlung soll erst nach dem 1. Oktober erfolge. Die Commerzbank wiederum hatte nach der Empfehlung der EZB angekündigt, ihre geplante Ausschüttung zu streichen.

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