Immobilien: Keine Trendumkehr erkennbar: Wohnungspreise steigen und steigen
Die Dynamik in vielen Metropolregionen hat sich abgeschwächt.
Foto: dpaFrankfurt. Weiter nach oben, zum Teil aber mit leicht geringerer Dynamik: So lässt sich die Entwicklung der Immobilienpreise im Corona-Jahr 2020 in aller Kürze zusammenfassen. Das zeigen aktuelle Daten vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp).
Der genaue Blick dürfte manchen Investoren daher Sorgen bereiten. Die Mieten in den Großstädten steigen nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Manche Kapitalanleger werden wohl geringere Renditen einkalkulieren müssen – und manche Mieter sich einen Immobilienkauf zweimal überlegen, wenn sie sich nicht mehr über weitere Mieterhöhungen ärgern müssen.
Den aktuellen Daten des vdp zufolge verteuerten sich Immobilien im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent. Noch im vierten Quartal ging es um 6,0 Prozent nach oben. Der Immobilienpreisindex, der auf Basis von Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten errechnet wird, erreichte zum Jahresende 2020 einen neuen Höchststand. 2019 war auf Jahressicht noch ein Plus von 6,4 Prozent verzeichnet worden.
Auf den zweiten Blick zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Preisentwicklungen in den Sektoren und Teilmärkten. Während die Preise für Wohnimmobilien im vierten Quartal 2020 um 7,5 Prozent anzogen, verteuerten sich Gewerbeimmobilien lediglich um 0,6 Prozent. Auf Jahressicht belief sich das Plus auf 6,8 beziehungsweise 3,1 Prozent.