Märkte-Insight: Dax: Crash für die Pessimisten
Handelsblatt-Redakteur Jürgen Röder analysiert, inwiefern die aktuellen Zahlen auf ein erfreuliches Börsenjahr schließen lassen.
Foto: Getty ImagesDüsseldorf. An den Börsen gilt rein statistisch eine einfache Regel: Je besser der Januar, desto besser das Börsenjahr – zumindest wenn man sich die besten Auftakt-Monate in der Dax-Historie anschaut. Das hat Jörg Scherer, Leiter technische Analyse bei HSBC Deutschland, getan.
Das bisher größte Kursplus im ersten Monat gelang den deutschen Standardwerten mit 9,5 Prozent im Jahr 2012, bis zum Jahresende kamen weitere 20 Prozent hinzu. An zweiter Stelle liegt der Januar 1996 mit einem Kurszuwachs von neun Prozent und weiteren 19 Prozent in den folgenden elf Monaten.
Der letzte freundliche Jahresauftakt stammt aus dem Jahr 2019, mit einem Plus von 6,6 Prozent und weiteren 18 Prozent bis zum Jahresende. Natürlich gibt es Gegenbeispiele wie das Jahr 2015, als der Dax nach dem Auftaktmonat mit einem Plus von neun Prozent diesen Gewinn bis zum Jahresende unter deutlichen Schwankungen nur knapp retten konnte.
Doch das gesamte Bild bleibt positiv. „Auch die durchschnittliche Restjahres-Performance unter der Prämisse, dass die deutschen Bluechips im Januar um mehr als fünf Prozent zulegten, kann sich mit gut zwölf Prozent mehr als sehen lassen“, hat Scherer ausgerechnet.