EZB: Ökonomen warnen vor Billionen-Risiko bei Gewerbeimmobilienfonds
Die Notenbank sieht Probleme bei Investmentfonds, die in Gewerbeimmobilien in Europa investiert sind.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Warnungen vor Problemen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt werden immer schärfer. In einem am Montag veröffentlichten Report weist nun auch die Europäische Zentralbank (EZB) auf die Gefahren für die Finanzstabilität aus diesem Bereich hin.
Konkret sieht die Zentralbank Probleme bei Investmentfonds, die in Gewerbeimmobilien in Europa investiert sind. Die Währungshüter sehen ein Ungleichgewicht bei diesen Fonds, da die Anleger häufig die Möglichkeit hätten, Geld aus diesen Produkten kurzfristig abzuziehen, während die Vermögenswerte, also die Immobilien, selbst recht illiquide seien.
Das könne die Fonds aus Liquiditätsdruck anfällig machen für Notverkäufe zu niedrigen Preisen, was den Druck auf den Immobilienmarkt weiter erhöhen könnte. Eine Instabilität in diesem Bereich „könnte daher systemische Auswirkungen“ auf gewerbliche Immobilien haben, „was wiederum die Stabilität des Finanzsystems im weiteren Sinne“ und die Realwirtschaft beeinträchtigen könnte, so die EZB.
EZB weist auf Risiken bei Gewerbeimmobilienfonds hin
Ende Januar hatten bereits die EU-Risikowächter auf die zunehmenden Verwundbarkeiten im Gewerbeimmobiliensektor in Europa hingewiesen. Behörden in der EU sowie in den Ländern müssten ihre Überwachung der systemischen Gefahren verbessern, die vom Gewerbeimmobilienmarkt ausgingen, warnte der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB).