Autohersteller: Audi muss wichtige Produktionsstarts erneut verschieben
Audi-Modelle wie der Q6 Etron sind zum Teil schon Jahre überfällig und gehören fest zur mehrmals angekündigten Modelloffensive.
Foto: ReutersMünchen, Berlin, Düsseldorf. Die VW-Tochter Audi muss ihre Pläne für neue Modelle erneut korrigieren. Fast ein halbes Dutzend wichtiger Modelle wird der Autohersteller später als bislang geplant auf den Markt bringen, wie mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen dem Handelsblatt berichteten. Dazu zählen wichtige Ertragsbringer wie die Elektroautos Q6 Etron und A6 Etron. Die Fahrzeuge sind zum Teil schon Jahre überfällig und gehören fest zur mehrmals angekündigten Modelloffensive, die Audi zurück auf eine Stufe mit den Wettbewerbern BMW, Mercedes und Tesla bringen soll.
Audi lehnte einen Kommentar dazu ab. Die Verschiebungen sind Teil der Revision, die der neue Audi-Chef Gernot Döllner eingeleitet hat. Döllner, der im September Markus Duesmann als Audi-Chef abgelöst hatte, soll bei der VW-Tochter reinen Tisch machen. Die Marke ist unter der Leitung schnell wechselnder Vorstände hinter die Konkurrenz zurückgefallen. Hinzu kamen Probleme bei der Entwicklung VW-eigener Software für die Fahrzeuge, die sich bis heute verzögert.
Döllner, ein Vertrauter von VW-Chef Oliver Blume, drängt auf schnelle Veränderungen. Dabei pflege der frühere Porsche-Manager einen konfrontativen Stil, heißt es in Konzernkreisen. Teile der Führungskräfte fühlten sich von seiner Gangart brüskiert.