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Art BaselMaike Cruse: Deutsche wird Direktorin der Kunstmesse in Basel

Maike Cruse verabschiedet sich als Direktorin des Gallery Weekend. Sie wird zukünftig die Schweizer Ausgabe der Art Basel lenken.Stefan Kobel 04.05.2023 - 15:21 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Fast zehn Jahre führte die Managerin das Gallery Weekend in Berlin. Nun wechselt sie als Direktorin zur Art Basel.

Foto: Debora Mittelstaedt

Wiesbaden. Die „Art Basel“ bekommt eine neue Führung. Am 1. Juli tritt Maike Cruse die Stelle als Direktorin der wichtigsten Kunstmesse der Welt an. Die 47-Jährige gebürtige Kaiserslautererin leitet bisher das Gallery Weekend Berlin. In der Schweiz schließt die Personalie eine Lücke, die 2022 entstanden war, als eine neue Leitungsebene eingezogen wurde. Nach dem Abgang von Marc Spiegler wurde Noah Horowitz als CEO aller Messen berufen und Vincenzo de Bellis als plattformübergreifenden Direktor.

Cruse ersetzt also niemanden, wie sie gegenüber dem Handelsblatt erklärt: „In meiner neuen Rolle in Basel werde ich die Schweizer Ausgabe der Art Basel leiten, in Zusammenarbeit mit einem erstklassigen Team.“ Teile davon kennt sie bereits; sie war von 2008 bis 2011 Pressesprecherin der Art Basel. Danach hatte sie zunächst die Leitung der Galeristenmesse „art berlin contemporary“ übernommen, bevor sie 2014 auch für das Gallery Weekend zuständig wurde.

Cruse gilt als sehr gut vernetzt auf allen Ebenen der Kunstwelt. Street Credibility erlangte sie durch ihre Forgotten Bar mit täglich (!) wechselnden Ausstellungen im Kreuzkölln genannten Szenebezirk, die sie bis 2008 neben ihrem Job als Pressesprecherin des KW Institute for Contemporary Art und der Berlin Biennale betrieb.

Ihren Hauptwohnsitz werde Cruse nach Basel verlegen, jedoch einen Koffer in Berlin behalten. Sie freut sich: „Neben dem Gallery Weekend ist das der spannendste Job den ich mir für mich vorstellen kann.“

Der Beirat des Gallery Weekends Berlin, dessen fünf Mitglieder Gesellschafter der organisierenden ABC-GWB Veranstaltungs UG sind, wurden am Dienstag informiert. Sie sehen Cruses Wechsel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir sind ein bisschen traurig, dass sie geht“, gesteht Jochen Meyer von der Galerie Meyer Riegger. Er fragt jedoch auch: „Wie lange kann man so einen Job machen, besonders wenn man so qualifiziert ist? Nach zehn Jahren war es für sie vielleicht auch Zeit, eine neue Herausforderung zu finden und auf noch internationalerem Niveau zu arbeiten.“

Er denke da nicht zuletzt an die inhaltliche Arbeit für die Basler, da sie das kuratorische Denken mitbringe. „Maike ist natürlich eine wahnsinnig coole Direktorin gewesen, weil sie unglaublich gut mit Künstlern und Galeristen arbeiten kann und auch mit Sammlern und Politikern. Das ist bei Maike schon sehr besonders.“ Eine Nachfolge soll nach dem Sommer präsentiert werden. Eine Kandidatenliste gebe es noch nicht.

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