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Lockdown nach Regierungsbeschluss Die Art Cologne wird erneut verschoben

Die Kölner Kunstmessen sollen erst 2021 wieder stattfinden. In Belgien wird unterdessen eine neue kleine Messe geplant, und in der Schweiz ist die Art Basel gerettet.
29.10.2020 - 18:20 Uhr Kommentieren
Nun zwingt Corona auch die Herbstmessen ins Internet. Quelle: AP; Foto: Francois Mori
Shutdown

Nun zwingt Corona auch die Herbstmessen ins Internet.

(Foto: AP; Foto: Francois Mori)

Wiesbaden Die Welt der Kunstmessen ist in der Pandemie in ständiger Bewegung. Die neuen Regierungsmaßnahmen treffen die Kölner Kunstmessen hart. Denn ihre von April auf Mitte November verschobenen Ausgaben können nicht stattfinden. Ursprünglich sollten 151 Galerien auf der Art Cologne und 65 Kunsthändler auf der Cologne Fine Art & Design vom 18. bis 22. November unter strengen Auflagen ausstellen. Der Plan ist jetzt hinfällig. Messen sind untersagt.

Zukünftig soll die wichtigste Kunstmesse Deutschlands zusammen mit ihrer kleinen Kunsthandels- und Design-Schwester entgegen der letzten Planung nun doch wieder im Frühjahr stattfinden; und zwar nächstes Jahr vom 14. bis 18. April. Schon für diesen November planen die Kölner ein erweitertes Onlineangebot, das zur permanenten Plattform ausgebaut werden soll. Unter dem Arbeitstitel „Sigmar“ soll es auch anderen deutschen Kunstmessen zur Verfügung stehen.

Rund alle drei Monate soll auf diese Weise eine virtuelle Verkaufsschau stattfinden, bei der Aussteller in den drei Sparten Klassische Moderne, Modern Contemporary und zeitgenössische Kunst jeweils ein Werk anbieten können. Damit reihen sich die Kölner ein in den Reigen anderer Messen und Versteigerer, deren Geschäftsmodelle für Online sich immer mehr annähern.

Während die meisten Messen ausfallen, verschoben werden oder in den virtuellen Raum ausweichen, kündigen die Macherinnen der Art Brussels eine neue Messe an. Die Art Antwerpen soll mit rund 60 Galerien schon Anfang Dezember in Antwerpen stattfinden. „Kunstliebhaber sehnen sich danach, wieder mit Kunst in Kontakt zu kommen,“ so die Direktorinnen Anne Vierstraete und Nele Verhaeren.

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    Zu den Teilnehmern gehören fast sämtliche Schwergewichte der Region, von Paris und aus Holland: Baronian Xippas, Chantal Crousel, Xavier Hufkens, Galerie Lelong & Co., Kamel Mennour, Nathalie Obadia, Perrotin, Almine Rech, Templon, Vallois und sogar der Inneneinrichter Axel Vervoordt. Weiterhin haben Simon Lee (London, New York, Hongkong) und Nagel Draxler (Berlin, Köln, München) zugesagt. Ob die Veranstaltung stattfinden kann, ist indes zweifelhaft.

    Die Art Basel hingegen kann aufatmen. Im Streit über die Bedingungen des Einstiegs von James Murdoch bei der Muttergesellschaft MCH Group AG hat sich die Unternehmensführung mit den Altaktionären einigen können. Ursprünglich hätte deren Bezugsrecht bei einer anstehenden Kapitalerhöhung ausgeschlossen werden sollen. Dagegen hatten sich Aktionäre, vor allem der größte private Anteilseigner Erhard Lee, vor der Aufsichtsbehörde gewehrt und recht bekommen.

    Der Deal mit dem Sohn des Medien-Moguls Rupert Murdoch war damit bedroht. Jetzt hat sich die Messegesellschaft mit Lee geeinigt, heißt es in einer Pressemitteilung. Demnach „hat sich die MCH Group bereit erklärt, die Beschlüsse der außerordentlichen Generalversammlung vom 3. August 2020 nicht umzusetzen.

    Stattdessen wird den Aktionären eine modifizierte Struktur der Kapitalerhöhung vorgeschlagen, die so rasch wie möglich auf einer neuen außerordentlichen Generalversammlung entschieden wird.“ Im Gegenzug werden Erhard Lee bzw. LLB Swiss Investment AG sämtliche noch anhängenden Klagen vor Zivilgerichten und Aufsichtsbehörden zurückziehen und keine weiteren Verfahren in diesem Zusammenhang anheben.

    Altaktionäre können Anteile erhöhen

    Damit dürfte Murdoch etwas mehr für seine Anteile zahlen müssen als geplant. Gleichzeitig erhalten die Altaktionäre die Möglichkeit, ihre Anteile an der Gesellschaft zu erhöhen. Anteilseigner Lee ist mit der jetzt erzielten Lösung zufrieden, weil die unabhängigen Aktionäre eine Verwässerung zum absoluten Tiefstpreis verhindern können, wenn sie auch Geld einschießen.

    Lee zufolge sei jedoch die Neubesetzung des Verwaltungsrats viel wichtiger, sodass die Mehrheit nicht mehr Staatsdiener sind und sich die Gesellschaft endlich privatwirtschaftlich entwickeln kann. Die Messegesellschaft habe jetzt wieder gute Aussichten: „Das Geschäft wird sich bald wieder normalisieren“, ist Lee überzeugt. „Spätestens im Frühjahr, wenn es wärmer wird, wird es wie jedes Jahr kaum mehr Grippe oder Coronafälle geben.“

    Mehr: Ausgefallene Messen: Paris mobilisiert Alternativen für den Kunsthandel

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