Externe Schocks: Welche Krisen die Märkte bewegen – ein Blick zurück
Die Börsen haben überraschend wenig auf das Attentat auf Donald Trump reagiert. Vielleicht, weil der perfide Plan scheiterte. Vielleicht aber auch, weil Politik für die Kurse erstaunlich bedeutungslos sein kann. Vielleicht auch, weil die Erfahrung zeigt, dass selbst bei tiefgreifenden Katastrophen in der Vergangenheit sich die Kurse oft erstaunlich rasch erholt haben. Vor dem Hintergrund lohnt es sich, einen Blick auf Kursreaktionen in der Vergangenheit zu werfen.
Die US-Beratungsgesellschaft Carson Investment Research hat eine Liste mit markanten politischen Ereignissen und Gewalttaten zusammengestellt und die Veränderung des breiten US-Aktienindexes S&P 500 jeweils nach einem, drei, sechs und zwölf Monaten aufgelistet. Interessanterweise taucht der 6. Januar 2021 nicht auf dieser Liste auf.
Dabei markiert der damalige Sturm von Trump-Anhängern auf das US-Parlament einen Tiefpunkt in der Geschichte der Demokratie, bei dem es Tote gab und hochrangige Politiker aus ihren Büros fliehen mussten. Tatsächlich hat dieses Event die Börsen damals kaum berührt, obwohl die USA seither politisch so gespalten sind wie selten zuvor.