Eric Cantor: Was der US-Wahlkampf für die Märkte bedeutet
Der 60-Jährige ist einer der wenigen, der sowohl in der Finanzwelt als auch in der Politik zu Hause ist. Aktuell ist er Vize-Chef der New Yorker Investmentbank Moelis.
Foto: BloombergFrankfurt. Auch wenn sich gerade eine Reihe von Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl in Position bringt, für Eric Cantor ist die Sache klar. „Ich erwarte ein Rückspiel zwischen Biden und Trump“, sagte der Vize-Chef der New Yorker Investmentbank Moelis im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Cantor ist einer der wenigen, die sowohl in der Finanzwelt als auch in der Politik zu Hause sind. Der 60-Jährige war von 2011 bis 2014 Mehrheitsführer der Republikaner im US-Repräsentantenhaus. Damals war der Demokrat Barack Obama Präsident. Und obwohl Obamas Nachfolger, Donald Trump, nach seiner Amtszeit mehrmals zivil- und strafrechtlich angeklagt wurde, hält ihn Cantor für den aussichtsreichsten Kandidaten.
„Donald Trump hat riesigen Rückhalt an der Parteibasis“, meint Cantor. Auch andere Kandidaten würden versuchen, sich zu positionieren. „Aber im Wettbewerb mit Donald Trump ist es sehr schwer für sie, wirklich wahrgenommen zu werden“, meint Cantor.
Neben Nicki Haley, unter Trump US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, wollen unter anderem auch Vivek Ramaswamy und Chris Christie als Kandidaten der Republikanischen Partei aufgestellt werden. Ramaswamy ist ein Investor, der die sogenannte Anti-ESG-Bewegung befeuert. Der 37-Jährige spricht sich lautstark gegen Investments nach sozialen, ökologischen und ethischen Prinzipien aus. Christie war früher Gouverneur des US-Bundesstaats New Jersey. Auch Trumps Vize, Mike Pence, und Ron DeSantis, Gouverneur in Florida, wollen gegen Trump in den parteiinternen Vorwahlen antreten.