Übernahmen: Das Jahr der Megadeals – welche Unternehmen im Visier der Firmenjäger sind
Für das neue Jahr rechnen die meisten Unternehmensberater und Investmentbanker mit einem Boom an neuen Transaktionen unter Beteiligung der Private-Equity-Häuser.
Foto: AFPFrankfurt. Private-Equity-Investoren sitzen weltweit auf rund 750 Milliarden Dollar, für die sie dringend Anlagemöglichkeiten suchen. Dabei richtet sich ihr Blick zunehmend auch auf Deutschland. Investmentbanker und Unternehmensberater rechnen für 2021 daher mit einem regelrechten Boom der Megadeals.
Im ersten Halbjahr seien sogar „zwei bis drei wirklich große Transaktionen im zweistelligen Milliardenbereich möglich, bei denen sich mehrere Finanzinvestoren für gemeinsame Gebote zusammenschließen“, sagt Joachim Ringer, Co-Leiter des Investmentbankings in Deutschland und Österreich bei der Credit Suisse in Frankfurt.
In Finanzkreisen werden der Baukonzern Bilfinger, der Stahlhändler Klöckner und die Adidas-Tochter Reebok als mögliche Übernahmeziele gehandelt, erfuhr das Handelsblatt. Auch aktivistische Hedgefonds, die sich in der Coronakrise noch zurückgehalten hatten, sehen offenbar Chancen. Laut einer Studie der Boston Consulting Group sind mehr als 100 deutsche Unternehmen stark gefährdet, von aktivistischen Investoren ins Visier genommen zu werden.
Für 2021 rechnen die Experten mit einer regelrechten Welle an neuen Deals, wobei folgende Gründe und Unternehmen genannt werden: