Zahlungsdienstleister: Wirecard-Pleite trifft Tausende Kunden: Karteninhaber müssen um Guthaben fürchten
Das Finanz-Start-up kooperiert mit der britischen Wirecard-Tochter Wirecard Card Solutions (WDCS). Das führt jetzt zu Problemen.
Foto: Spendit AGFrankfurt. Wenige Tage nach dem Insolvenzantrag von Wirecard werden die Folgen für Kunden des Unternehmens immer deutlicher. Neben Finanz-Start-ups (Fintechs) wenden sich nun auch Händler von Wirecard ab und suchen den Kontakt zu Wettbewerbern.
Auch Tausende deutsche Verbraucher und Kleinunternehmer sind unmittelbar betroffen, obwohl sie nie bewusst einen Vertrag mit Wirecard geschlossen haben. Sie können ihre sogenannten Debit-Karten nicht nutzen und müssen teils sogar um ihre Guthaben bangen – es geht um Millionenbeträge.
Die Lage bei dem Dax-Konzern ist undurchsichtig. Zuletzt verdichteten sich Hinweise, dass neben wahrscheinlich nicht existenten Mitteln in Höhe von 1,9 Milliarden Euro auch reale Gelder in hoher Millionensumme in unbekannte Kanäle abgeflossen sein könnten. Zudem will sich der langjährige Wirecard-Vorstand Jan Marsalek trotz eines Haftbefehls nun doch nicht der Staatsanwaltschaft stellen.
Die einzig halbwegs positive Nachricht gab es zum Wochenauftakt für Aktionäre: Der Kurs der abgestürzten Wirecard-Anteile stieg um rund 150 Prozent auf etwa 3,20 Euro. Zum Vergleich: Vor einem Monat war die Aktie noch mehr als 95 Euro wert.