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Rückversicherer Beteiligung von fast einer Milliarde Euro: US-Großinvestor steigt bei Munich Re ein

Die Capital Group kauft mehr als drei Prozent der Anteile an der Munich Re. Der Münchener Versicherer lockt Anleger mit einer üppigen Dividende.
09.02.2021 - 14:45 Uhr 1 Kommentar
Der Rückversicherer bewertet den neuen Großinvestor positiv. Quelle: Reuters
Munich Re

Der Rückversicherer bewertet den neuen Großinvestor positiv.

(Foto: Reuters)

München Die Munich Re bekommt einen neuen Großinvestor: Die kalifornische Capital Group, die vorher nicht am weltgrößten Rückversicherer beteiligt war, steigt mit einem Aktienanteil von 3,03 Prozent ein. Das geht aus einer Pflichtmitteilung von diesem Dienstag hervor.

Demnach hat die Capital Group 4,25 Millionen der insgesamt über 140 Millionen ausgegebenen Aktien erworben. Zum aktuellen Aktienkurs ist die Beteiligung fast eine Milliarde Euro wert.

Bei deutschen Unternehmen ist die Capital Group als langfristig orientierter Anleger bekannt. Schon in den vergangenen Jahren hatte sich das Unternehmen an etlichen namhaften Dax-Konzernen beteiligt. Anteile an Bayer, SAP, Siemens, Infineon und Volkswagen gehören zum Portfolio.

Vor rund einem Jahr war die Capital Group zudem bei der Deutschen Bank mit einem Anteil von 3,1 Prozent der Aktien eingestiegen. Rund 64 Millionen Papiere des Frankfurter Geldhauses wurden damals übernommen.

International hält die Capital Group Beteiligungen an Telekom Austria, der Bank Goldman Sachs, dem niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell und am weltgrößten Akku-Hersteller BYD aus China.

Bei der Munich Re trifft die Capital Group auf eine Reihe ebenfalls namhafter Investoren. Größter Einzelanleger ist weiterhin der amerikanische Großanleger Blackrock mit aktuell 6,47 Prozent vor der schwedischen Bank SEB mit 4,29 Prozent und der Credit Suisse mit 3,57 Prozent. Danach reiht sich nun die Capital Group ein, ehe mit 2,98 Prozent der Vermögensverwalter Allianz Global Investors und mit 2,46 Prozent die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von US-Großinvestor Warren Buffett folgen.

Corona dürfte Bilanz belasten

Die Munich Re bekam im vergangenen Jahr die Auswirkungen der weltweiten Pandemie zwar zu spüren. Der Aktienkurs erholte sich nach einem kurzen Absturz zu Beginn der Coronakrise im März auf unter 160 Euro jedoch schnell wieder. Aktuell notiert er bei 231,50 Euro und damit auf einem Niveau, auf das er sich bis zum vergangenen Sommer wieder hochgearbeitet hatte.

Das Corona-Jahr 2020 dürfte die Bilanz der Munich Re dennoch in größerem Umfang belasten. Das ursprüngliche Gewinnziel von 2,8 Milliarden Euro hatte der Versicherer schon im Frühjahr kassiert. Seit dem Herbst rechnet der Versicherer, zu dem auch der Düsseldorfer Erstversicherer Ergo gehört, mit einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro.

Genaueres will der Konzern bei der Präsentation seiner Bilanz am 25. Februar bekanntgeben. Vor allem pandemiebedingte Absagen und Verschiebungen von Großereignissen wie den Olympischen Spielen in Tokio haben zu erheblichen Schadenszahlungen geführt. In diesem Jahr soll es wieder ein Gewinn von 2,8 Milliarden Euro sein.

Aus Investorensicht spricht seit Langem bereits die Aussicht auf eine üppige Dividendenzahlung für die Aktie. Seit 1970 hat die Munich Re die Zahlungen entweder gleich zum Vorjahr gehalten, in den meisten Fällen erhöhte sie sogar. Im vergangenen Jahr wurden 9,80 Euro je Aktie ausgeschüttet. Selbst bei gleichbleibender Ausschüttung in diesem Jahr entspräche das in Relation zum aktuellen Aktienkurs einer Dividendenrendite von über vier Prozent.

Mehr: Munich Re rechnet mit starkem Gewinneinbruch im laufenden Jahr.

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  • Woher stammt denn die Information, dass Berkshire Hathaway an Munich Re beteiligt ist?

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