Immobilien: Bis wann lohnt sich ein Immobilienkauf in München noch?
Die kaufkräftige internationale Klientel hält die Immobilienpreise in München hoch.
Foto: HandelsblattMünchen. Die Dimension ist auch im europäischen Vergleich außergewöhnlich. Auf rund 350 Hektar Fläche entsteht im Münchener Stadtteil Freiham eine der größten Immobilienentwicklungen des Kontinents. Eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit ist geplant. 30.000 Menschen sollen bis zum Ende des Jahrzehnts dort leben, trotz Corona-Baustopp, Materialknappheit und steigender Zinsen.
„Wir haben unser Projekt glücklicherweise schon 2018 gestartet, da ging noch vieles seinen normalen Gang“, blickt Silvia Wolf zurück. Sie ist Head of Acquisition and Business Development beim zuständigen Projektentwickler Rosa Alscher. Im Sommer nächsten Jahres sollen die ersten 140 Wohnungen bezugsfertig sein.
Das Großprojekt in Freiham ist ein Symbol für die städtebaulichen Probleme in München. Jedes Jahr wächst die Stadt um mehr als 20.000 Menschen, in Kürze dürfte die Zahl von 1,6 Millionen Einwohnern überschritten werden. Die Neu-Münchener treffen dabei auf einen Wohnungsmarkt, an dem es bei einer Leerstandsquote von 0,1 Prozent quasi kein Angebot gibt.
Auch freie Flächen fehlen, die bebaut werden könnten. Schon heute ist München die am dichtesten besiedelte Großstadt Deutschlands. Die Nachverdichtung von Bestandsimmobilien findet zwar statt, bringt aber kaum Entlastung.