Wohnungskonzerne: Zwischen Skepsis und Beifall: Die Megafusion von Vonovia und Deutscher Wohnen stößt auf ein geteiltes Echo
Der Immobilienkonzern ist schon jetzt Deutschlands größter Vermieter.
Foto: imago images/Rupert OberhäuserFrankfurt, Berlin. Mangelnde Geduld muss sich Vonovia-Chef Rolf Buch nicht vorwerfen lassen. Vor fünf Jahren hatte er als Vonovia-Vorstandschef schon einmal vergeblich ein Übernahmeangebot für die Deutsche Wohnen vorgelegt. Damals scheiterte er am Unwillen der Aktionäre, die nicht in ausreichender Zahl ihre Papiere verkaufen wollten. 2020 holte Buch dann noch einmal Berater für einen möglichen Zusammenschluss ins Haus. Doch auch dieser Versuch verlief im Sande.
Nun soll es endlich im dritten Anlauf funktionieren. Die Chancen dafür stehen zumindest besser als im Jahr 2015. Damals hatte auch Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn gegen die Fusion gekämpft. Beim neuen Anlauf hat Vonovia-Chef Buch nun jedoch den Deutsche-Wohnen-Boss an seiner Seite. Offenbar konnte Buch seinen Kollegen überzeugen, dass man gemeinsam bessere Karten im Kampf gegen Themen wie den Klimawandel hat. Beide Firmen empfehlen den Aktionären, die Übernahmeofferte, die Ende Juni offiziell gestartet wird, anzunehmen.
Bis dahin könnte den beiden Konzernen noch ein Spießrutenlauf bevorstehen. „Ein solcher Schritt ist gerade im Wahljahr nicht einfach“, sagt Fondsmanager Elias Halbig von Union Investment. „Ein solcher Zusammenschluss bietet Angriffsfläche, auch wenn der Markt sehr fragmentiert ist.“