US-Präsident: Risiken und Rekorde – Trump wird die Märkte stark beeinflussen
Frankfurt/New York. Ein erstaunlicher Dauerboom am Arbeitsmarkt, der Löhne und Preise treibt. Eine hartnäckig hohe Inflation, die sich über dem Zielwert von zwei Prozent festgesetzt hat. Und nun zieht auch noch Donald Trump ins Weiße Haus ein, dessen politische Agenda Experten zufolge zusätzliche Inflationsgefahren birgt: Anleger sollten sich auf turbulente Monate gefasst machen.
Analysten mutmaßen, diese Gemengelage könnte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zu einem radikalen Kurswechsel zwingen. Noch vor wenigen Wochen galt es als wahrscheinlich, dass die Fed dieses Jahr bis zu viermal die Leitzinsspanne senken wird. Inzwischen reift bei vielen Marktteilnehmern die gegenteilige Einsicht: Möglicherweise kann die Fed die Geldpolitik gar nicht weiter lockern – oder muss sie im Extremfall sogar wieder straffen.
Der lange Aufschwung an den Börsen wird wesentlich getrieben von der Hoffnung auf sinkende Zinsen. Löst die wichtigste Notenbank der Welt sie nicht ein, steht den Finanzmärkten die schwierigste Bewährungsprobe seit Jahren bevor. Aktien, Anleihen, Devisen oder Bitcoin: Sie alle sind anfällig für einen Trump-Zinsschock. Wie dürfte sich die Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten auf die einzelnen Anlageklassen konkret auswirken?