Bewerbung: Warum eine Jobbörse jetzt eine Stellenanzeige für den nächsten Bundeskanzler schaltet
Den neuen Regierungschef erwartet eine attraktiver Arbeitsplatz samt Kantine und Fitnessstudio in der Bundeshauptstadt.
Foto: Imago/Westend61Düsseldorf. Interesse am Job als Deutschlands neue Bundeskanzlerin oder neuer Bundeskanzler? Potenzielle Kandidaten sollten „Veränderungsbereitschaft“, „Hands-on-Mentalität“ und eine „klare Vision von einer zukunftsfähigen Wirtschaft zur Sicherung von Wohlstand und Wachstum“ mitbringen.
Im Detail werden außerdem „hervorragende Kenntnisse über die Herausforderungen des Arbeitsmarktes“ erwartet, speziell „fundiertes Wissen zu den Folgen des demografischen Wandels für Wirtschaft und Gesellschaft“. Auf dieses Profil verdichtet die Stellenbörse Stepstone die Anforderungen an Bewerber für das Amt des Regierungschefs in einer fiktiven Stellenanzeige.
Hinter dem PR-Coup steckt neben dem Wunsch nach Aufmerksamkeit auch eine ernste Absicht. So zählt aus Sicht des Karriereportals neben der Bewältigung des Klimawandels auch die Zukunft unserer Arbeitswelt zu den größten Herausforderungen des Nachfolgers von Angela Merkel.
Beim demografischen Wandel gegensteuern
Fakt ist: Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter, Millionen Menschen gehen in den nächsten Jahren in Rente und werden dem Jobmarkt fehlen. Dafür brauche es einen durchlässigeren Arbeitsmarkt, „der einfachere und schnellere Jobwechsel ermöglicht“ und flexiblere Arbeitsmodelle, „um eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Arbeitnehmern zu erzielen“, heißt es in der Stepstone-Stellenanzeige.