Ende der Priorisierung: Ab 7. Juni impfen alle Betriebsärzte: Welche Mitarbeiter zuerst drankommen
Viele Firmen nehmen eine innerbetriebliche Priorisierung vor.
Foto: ROPIDüsseldorf. Der 7. Juni ist für die Impfkampagne in Deutschland ein entscheidendes Datum. Es ist der Tag, den die Betriebsärzte herbeisehnen, weil sie Beschäftigte dann direkt in den Werkshallen und Büros impfen dürfen. Zugleich soll die Impfpriorisierung aufgehoben werden, wie die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag beschlossen haben.
Aus der Sicht von Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebsärzte ist das die richtige Entscheidung: „Ohne die Priorisierung können die Firmen das Impftempo hoch halten, weil sie sich weniger mit Bürokratie aufhalten müssen.“ Dieses Vorgehen sei Anfang Juni vertretbar, dann seien große Teile der älteren Bevölkerung schon immunisiert, sagt die Medizinerin.
Auch die Wirtschaft, die bereits seit Wochen impfbereit ist, befürwortet die Aufhebung der Impfreihenfolge. Das zeigt eine Handelsblatt-Umfrage unter einigen Dax-Konzernen und Familienunternehmen.
Das Ende der Priorisierung „schafft die Voraussetzung für eine schnelle Umsetzung“, teilt etwa der Triebwerkshersteller MTU mit. Für BMW „vereinfacht“ das die Impfkampagne, weil die Überprüfung der Risikogruppe wegfällt. Und der Versicherer Allianz begrüßt „alle Maßnahmen, die dazu führen, die Pandemie schnellstmöglich überwinden zu können“.