Gastkommentar: Was Trumps Rückkehr bedeuten würde
Schafft er ein Comeback als US-Präsident?
Foto: ReutersWir schreiben den 5. November 2024, und die Welt ist eine andere geworden, wieder einmal. Donald Trump hat die Präsidentschaftswahl gewonnen. Sinclair Lewis’ Roman „It Can’t Happen Here“, 1935 erstmals erschienen, stürmt erneut die Bestsellerlisten – wie schon im Winter 2016/17, nach Trumps erster Wahl. Der Antiheld des Buchs ist ein vom liberalen Establishment verachteter Rechtspopulist, der mit Hetzreden das Weiße Haus erobert.
Der 5. November 2024 beschäftigt schon jetzt politische Planungsstäbe rund um die Welt. Denn nach wie vor ist ein Drittel der US- Wahlberechtigten überzeugt, Trump sei 2020 der Wahlsieg „gestohlen“ worden. Gleichzeitig läuft Joe Bidens Demokratische Partei Gefahr, sich selbst zu zerlegen; die Umfragewerte des Präsidenten gehen in den Keller.
Bei den Zwischenwahlen im Herbst muss er um seine ohnehin fragile Kongress-Mehrheit bangen. Derweil formt Trump – aktuelle Umfragen sehen ihn klar vor Biden – die Republikaner in eine stramm rechte Bewegung um, die ihn, den Volkstribun, wieder als Chef ins Weiße Haus tragen soll.