Kommentar: Papiergold ist die beste Wahl für Anleger
Börsengehandelte Indexprodukte sorgen für einen Boom der Goldnachfrage.
Foto: ReutersDie Goldpreisrally scheint unaufhaltsam, seit Ende März hat sich das Edelmetall um 20 Prozent verteuert und liegt auf dem höchsten Niveau der letzten sieben Jahre.
Gleichzeitig sind im deutschen Goldhandel einige schwarze Schafe unterwegs, die Anleger abzocken. Das zeigen Fälle wie Pim Gold oder der Streit zwischen der Bafin und dem dubiosen Kryptogold-Anbieter Karatbars.
Viele Anleger fragen sich daher, welcher der beste Weg ist, in Edelmetall zu investieren, ohne in eine Anlegerfalle zu tappen. Wie bei allen Investments kommt es dabei auf Kosten und Sicherheit an – und in beiden Punkten sind börsengehandelte Indexprodukte, sogenannte ETPs, unschlagbar.
Xetra Gold und Euwax Gold, zwei in Deutschland führende ETPs, setzen dabei auf Hochsicherheitslager in Deutschland. Der Vorteil machte sich auch in der Coronakrise bemerkbar. Selbst als viele Goldhändler nicht mehr lieferfähig waren, konnten sich Anleger etwa bei Xetra Gold Edelmetall ausliefern lassen.
Auch bei den Kosten punkten die ETPs. Für den Kauf fallen Ordergebühren des Brokers an sowie eine Managementgebühr von weniger als einem Prozent. Physisches Edelmetall ist deutlich teurer.
Auf Vergleichsportalen wie Gold.de ist etwa ein Krügerrand, die beliebteste Anlegermünze, für rund 1620 Euro zu haben – das entspricht einem Aufschlag von 3,2 Prozent auf den Marktpreis. Viele Goldhändler verlangen jedoch noch wesentlich höhere Aufschläge.
Zudem gibt es bei ETPs im Gegensatz zum physischen Gold nur geringe Spannen bei An- und Verkauf. Damit bleibt ein höherer Teil der Kursgewinne beim Anleger, wenn er sein Gold wieder verkauft.
Nüchtern betrachtet sind daher die als „Papiergold“ verunglimpften ETPs die beste Wahl für Anleger.