Morning Briefing Plus: Männer, Milliarden und was jetzt folgen muss
Die Woche begann mit einem gigantischen Aufschlag – und einem veritablen Shitstorm.
„Made for Germany“, eine Initiative von 61 führenden Unternehmen, besuchte Friedrich Merz im Kanzleramt. Die Botschaft: 631 Milliarden Euro, investiert in die deutsche Zukunft, verteilt über drei Jahre. Es war eine Demonstration wirtschaftlicher Kraft, ein Schulterschluss mit der Politik, ein Motivationsruf mitten in der Flaute.
Doch während es in den Reden um Fortschritt ging, sprach das Bild eine andere Sprache: 42 Menschen auf dem Gruppenfoto, davon zwei Frauen – Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp.
Die Zukunft, sie sah aus wie ein Vorstandstreffen der Achtziger Jahre. Die Empörung war groß und das völlig zu Recht.
Vorschlag für das nächste Mal: Intensiv in weibliche Spitzenkräfte investieren, dass ein derartiges Foto für immer der Vergangenheit angehört.
Jenseits der Symbolik bleibt der Kern des Anliegens natürlich richtig. In einem exklusiven Interview mit dem Handelsblatt machten zwei der Initiatoren, Siemens-CEO Roland Busch und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, deutlich, dass ihre Initiative nur der Anfang sein kann.