Bundesregierung: „Keine Laberrunde“ – Union und SPD kündigen „Rentenpaket 2“ an
Berlin. Über dem Einigungspapier, das den Rentenstreit der schwarz-roten Koalition befrieden soll, steht „28.11.2025, 02:30 Uhr“: Tief in der Nacht haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD im Bundeskanzleramt darauf verständigt, was sie den Jungen in der Unionsfraktion anbieten, damit sie in der kommenden Woche dem Rentenpaket zustimmen.
Man habe „lange getagt“, sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitagmorgen. „Lange hilft“, fügte CSU-Chef Markus Söder hinzu, für den der Koalitionsausschuss nun das „Kompetenzzentrum für Entscheidungen“ ist.
Mit fünf Seiten Papier soll damit ein Streit enden, der seit Monaten schwelte und in den vergangenen Wochen die Zukunft der Koalition infrage stellte. Kernpunkt der Einigung aus der Nacht: Das Rentenpaket soll unverändert im Bundestag beschlossen werden. „Die Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen bringen eine Rentenreform mit den sechs Komponenten (...) auf den Weg“, heißt es in dem Papier.
„Wir entscheiden das nächste Woche“, sagte Merz. Und: „Der Gesetzentwurf soll nicht mehr geändert werden.“ Darauf hatte die SPD bestanden. Das Rentenpaket werde mit allen sechs Elementen in der kommenden Woche im Bundestag beschlossen, sagte Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD): „Diese Verabredung gilt.“