Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Davos-Rede CDU-Politiker reagieren erbost auf Habecks Kritik an Trump-Rede

Die Kritik des Grünen-Chefs an der Davos-Rede von US-Präsident Trump kommt bei der CDU nicht gut an. Habeck habe sich selbst disqualifiziert, meint Außenpolitiker Röttgen. Andere springen ihm bei.
22.01.2020 Update: 22.01.2020 - 10:50 Uhr 11 Kommentare
Außenpolitiker Röttgen (CDU) kritisiert Grünen-Chef Habeck. Quelle: dpa
Norbert Röttgen

Außenpolitiker Röttgen (CDU) kritisiert Grünen-Chef Habeck.

(Foto: dpa)

Berlin Kritik von Grünen-Chef Robert Habeck an der Rede von US-Präsident Donald Trump auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos stößt in der CDU auf heftigen Unmut. „Es ist schon eine Leistung, sich durch die Kritik an Präsident Trump selbst zu disqualifizieren; das ist Habeck gelungen“, sagte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Habecks Aussage, Trump sei „der Gegner, er steht für all die Probleme, die wir haben“, offenbare „mindestens eine erschreckende außenpolitische Einfältigkeit des grünen Spitzenmannes“.

Lesen Sie auch:

Trump sei schließlich „der demokratisch gewählte Präsident des Landes, das das Rückgrat unserer eigenen Sicherheit bildet“.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Auch andere CDU-Politiker teilen die Kritik ihres Parteikollegen Röttgen. Der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Thomas Bareiß, schreibt auf Twitter: „Offen gestanden finde ich den typisch US-amerikanischen Optimismus – trotz der auch manchmal kritischen Betrachtung auf die Trump Politik – allemal besser als die ständigen miesepetrigen Untergangsmeldungen von Habeck und den Grünen.“

    CDU-Abgeordneter Kai Whittaker schrieb: „Wenn Trump der Gegner ist, dann sind die USA der Gegner. Das finde ich falsch. Wir müssen stattdessen mit Trump umgehen, anstatt ihn zu bekämpfen. Das heißt, europäische Stärke aufbauen und Zivilpartnerschaften in den USA suchen, wo immer möglich.“

    Habeck hatte Trumps Auftritt in Davos massiv kritisiert. „Trumps Rede war ein Desaster für die Konferenz“, sagte er nach der Eröffnungsrede des US-Präsidenten. In einem von einer ZDF-Journalistin bei Twitter verbreiteten Video bezeichnete Habeck die Rede Trumps als die schlechteste, die er je gehört habe.

    Er sagte weiter: „Er ist der Gegner. Er steht für all die Probleme, die wir haben.“ In einem NTV-Interview betonte Habeck, Deutschland habe den USA viel zu verdanken, unter anderem die Befreiung vom Faschismus. Dies könne nicht durch einen US-Präsidenten alles kaputt gemacht werden. Man müsse ihn besuchen, aber man müsse ihm auch widersprechen. Dies könne man vielleicht auch ein bisschen höflicher tun, als er es getan habe „im ersten Brast“. „Aber: Der Typ braucht Widerrede.“

    Unbeeindruckt von jeglicher Kritik legte Donald Trump am Mittwoch noch einmal bei Twitter nach und griff noch einmal den Optimismus seiner gestrigen Davos-Rede auf. Eine große Zahl an Firmen investiere in den USA, das schaffe „Jobs, Jobs, Jobs.“

    Parteikollegen der Grünen unterstützen Habecks Kritik auf Twitter. Der haushaltspolitische Sprecher, Sven Kindler, schrieb auf Twitter: „Robert Habeck sagt im Ton und Inhalt was zu sagen ist über Trump. Nationalisten und Chauvinisten wie er verdienen keine Solidarität und Toleranz, sondern klare Kante.“

    SPD-Politiker Ralf Stegner schwenkte ebenfalls auf die Linie der Grünen ein und bescheinigte Trump ein „peinliches“ Verhalten. Auf Twitter kommentiert er: „Der mächtigste Führer der westlichen Welt ist ein selbstgefälliger Einfaltspinsel auf nach oben offener Peinlichkeitsskala.“

    Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, sagte der „Bild“-Zeitung zu der Habeck-Schelte: „Er hätte besser zuhören sollen. Dann hätte er vielleicht verstanden, wie man eine Wirtschaft massiv wachsen lassen und zeitgleich den CO2-Ausstoß senken kann – zwei Dinge, die er noch lernen muss.“

    Trump hatte in Davos vor Pessimismus gewarnt. Angst und Zweifel seien nicht gut, man sollte optimistischer nach vorne schauen.

    „Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und die Vorhersagen einer Apokalypse ablehnen“, sagte Trump, ohne das Wort Klimawandel in den Mund zu nehmen.

    „Die amerikanische Wirtschaft gewinnt so wie nie zu vor“

    Mehr: Der Newsblog zum 50. Weltwirtschaftsforum in Davos.

    Unser junger Podcast #Businessclass erklärt das Weltwirtschaftsforum:

    • cls
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Davos-Rede - CDU-Politiker reagieren erbost auf Habecks Kritik an Trump-Rede
    11 Kommentare zu "Davos-Rede: CDU-Politiker reagieren erbost auf Habecks Kritik an Trump-Rede"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Doch; er hat Bücher geschrieben. Aber das war es auch schon. In Schleswig-Holstein als Umweltminister hat er nichts auf die Reihe bekommen. Für Probleme war eigentlich immer der Bund zuständig. Bei Wahlveranstaltungen und bei Diskussionen kommt er eigentlich ganz sympatisch rüber - besonders in den Städten bei der grünen Wählerklientel (Lehrer usw.) Denen kann man ja auch keine Windkrafträder vor die Nase setzen. Funktionierender und preisgünstiger Nahverkehr steht dort eigentlich auch immer zur Verfügung. Das sieht am platten Land ganz anders aus - dort hat die eigene Mobilität einen ganz anderen Stellenwert.
      Zu Herrn Röttgen: mir kommt er ein wenig abgehalftert vor. Frau Merkel hat ihn sicherlich bewußt nicht am Kabinettstisch sitzen-

    • Was hat Trump geleistet, bevor er US-Präsident wurde? U.a. wunderschöne, ästhetische Hochhäuser gebaut (bzw. bauen lassen) und zahlreiche produktive Arbeitsplätze geschaffen.
      Was hat Habeck geleistet, bevor er Grünen-Chef wurde? 0 [Null]

    • Dem Präsidenten Trum widersprechen, auch durchaus in klarer Sprache, finde ich gut.
      Die Meinung von Herrn Habeck über die Qualität der Rede von Trump in Davos wäre auch okay.
      Das anbiedernde Gerede von Herrn Röttgen ist auch schon seit Jahren unterirdisch aber …
      die inhaltlichen Aussagen von Herrn Habeck, nämlich das der Präsident für alle unsere Probleme steht, ist ja nun weit hergeholt und spricht nicht für seine politischen Qualitäten - und schon gar nicht als etwaiger Kanzler. Deutschland bewahre.
      Vom amerikanischen Optimismus und Zutrauen in die Zukunft können wir Deutsche in Gänze eine Scheibe abschneiden. Diese von Habeck und Co ständig wiederholte Weltuntergangshysterie ist schon nicht mehr mit anzuhören. Er sollte bei seinen Kinderbüchern und ihnen Geschichten erzählen.
      Wir schaffen die Herausforderungen der Zukunft - auch ohne Belehrungen der Klimaheilsbringer.

      Wie hat mal ein kluger Mensch geschrieben - und wenn die Welt morgen unterginge würde ich dennoch heute einen Apfelbaum pflanzen (oder so ähnlich).

      Wir schaffen das diesman wirklich.
      Guten Abend!

    • Sehr ich genauso; lassen wir Herrn Harbeck mal beiseite - der muß halt noch viel lernen, wenn er international auftreten will. - Aber: Herrn Trump und dem Amerika mit dieser Politik schulden wir gar nichts. Herr Röttgen war auch schon geistreicher mit seinen Kommentaren. Wenn Trump im Wahlkampf ist, hat das in Davos nichts zu suchen; das soll er bitte zu Hause tun. Langsam sollten unsere Politiker mal auf Twitter Herrn Trump widersprechen und seine Aussagen richtig stellen.

    • Schließe mich dem Tweet von Sven_Kindler an.
      Dass diese Art der Kritik Herrn Röttgen/CDU (ich schätze ihn sehr) nicht passt, liegt seit den Wahlerfolgen der Grünen auf der Hand. "Mr. Trampel" wird eines Tages verschwunden sein und als Negativ-Beispiel gelten dürfen, wenn Am.first platzt.
      Mit dem ständigen (unsinnigen) Grünen-Bashing tut sich Röttgen, wie auch CDU und CSU sich keinen Gefallen.
      Es wird den Grünen zu noch besseren Wahlergebnissen verhelfen. Habeck ist mir dann doch lieber als ein Böhmermann, mit seinem Erdogan-Bashing. Und ganz unwahrscheinlich : Röttgen als Kanzlerkandidat

    • Also mir hat Habecks Kommentar sehr gefallen und aus der Seele gesprochen. Ich würde mich freuen, wenn Kanzlerin Merkel mal so eine klare Positionierung aussprechen würde. Ich halte es auch für einen infamen Zug Habecks Äußerung mit dem Stil von Trump gleichzusetzen, da versuchen Sie eine Diskreditierung Habecks. Eher spricht aus Röttgen die Angst und gnadenlose Anpassung an die USA. Das erinnert mich eher an Kadavergehorsam. Auch die Verharmlosung des Klimawandels (immer diese miesepetrigen Grünen) zeigt mir, dass er obwohl er Bundesumweltminister war, nicht im geringsten verstanden hat in welcher Notsituation unser Planet steckt. Wir sind ganz dicht dabei, das Klima vom Holozän, für unabsehbare Zeit zu verlieren. Australien sollte eigentlich allen gezeigt haben, was der Klimawandel machen wird. Der Winter derzeit hier ist in ganz Europa viel zu milde. Egal die Amerikaner verteidigen uns und wir haben die Klappe zu halten. Trump steht nicht für ganz Amerika aber für eine enorme strake Koalition von Abgehängten bis super Reichen. Diese Koalition steht einer Lösung des Klimawandels voll im weg. Dem Trumpschen Amerika schulde ich gar nichts.

    • Auf einen groben Klotz fällt immer ein grobes Beil.
      alte Volksweisheit

    • Mich wundert jeden Tag das jemand noch ein einziges Wort glaubt was dieser Mensch? (Trump) von sich gibt.

    • Wie sich ein Habeck als fundamentalistischer Grün-Linker Politiker und BT-Abgeordneter erdreisten kann, den US-Präsidenten in dieser animosen Weise abzuwatschen,wird sein Geheimnis bleiben.
      Der so verbal Attackierte wird diese Habeck Absichten im Bedarfsfall vllt.in sein eigenes Agieren einbeziehen, sollte Deutschland in die Verlegenheit kommen, Habeck als demokratisch gewähltes Mitglied eine Regierung zu berufen.
      Als Intellektueller,offensichtlich ohne gute Kinderstube, sollte man die Rolle der USA in der Welt und Bedeutung insbesondere für unser Land seit WWII,1949,1990 und bis dato im Bewusstsein haben, bevor man den Präsidenten des zuverlässigsten Partners in der Welt so angeht.Habeck hat sich nachhaltig disqualifiziert für jegliche bundespolitische Regierungsverantwortung!

    • Herr Sven Kindler Grüne zu allen die den Grünen Untergangsscharlatan Hr. Habeck kritisieren, hier seine Unterstellung in Frageform; "Ja, was haben die rechten Trolle denn alle?"
      Es ist schon Dreist wie schnell doch die CDU, hier angesehene Politiker, von Grünenpolitikern ins Lager der AfD oder noch weiter rechts verortet werden. Wie man hier wieder einmal sehen kann hat der Begriff Rechts nichts mit der politischen Einstellung zu tun, sondern ist ein Kampfbegriff der Links-Grünen Agitprop mit dem Ziel, Menschen/Politiker zu diskreditieren. Wer nicht der Meinung der Grünen ist, oder sogar ihrer totalitären Gesinnung widerspricht, es wagt sie sogar zu kritisiert ist ein Rechter.
      Mit so einer Partei und Politikern will die CDU im Bund regieren, das würde bedeuten völlige Aufgabe der Selbstachtung der CDU.
      Von einem Grünen als rechter Troll bezeichnet zu werden ist eine Auszeichnung, ich zähle mich dazu, denn auch ich teile die Ansicht von CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen der sagte:
      „Es ist schon eine Leistung, sich durch die Kritik an Präsident Trump selbst zu disqualifizieren; das ist Habeck gelungen“.
      Herr Bareiß CDU bringt es auf den Punkt: "Trump Politik - allemal besser als die ständigen miesepetrigen Untergangsmeldungen von Habeck und den Grünen."
      Es ist richtig was Trump sagte: Das man eine Wirtschaft massiv wachsen lassen und zeitgleich den CO2-Ausstoß senken kann und „Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und die Vorhersagen einer Apokalypse ablehnen“.
      Trump spricht ohne Scheu das aus, was alle die nur einen Funken ökonomischen Sachverstand haben wissen, nur mit einer florierenden Wirtschaft kann sich die Gesellschaft/Staat und Unternehmen die Verbesserung des Umweltschutzes leisten. Arme Gesellschaften/Staaten haben hier keine Chance.es fehlt schlicht das Geld. Für Deutschland heißt das nicht die Wirtschaft zu ruinieren sondern im Gegenteil nur eine florierende Wirtschaft bringt auch den Umweltschutz voran. Gegen das alles sind die Grünen.

    Alle Kommentare lesen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%