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Scholz mit den SPD-Parteivorsitzenden Walter-Borjans und Esken

„Es ist nur schwer vorstellbar, dass die jetzige SPD-Spitze die Kandidatur von Scholz dauerhaft und glaubwürdig unterstützt.“

(Foto: dpa)

Sozialdemokraten Zweifel an der Loyalität der SPD-Führung gegenüber Scholz

Kann Olaf Scholz als Kanzlerkandidat mit der uneingeschränkten Unterstützung der gesamten SPD-Führung rechnen? Zwei Insider hegen große Zweifel.
11.08.2020 - 18:30 Uhr Kommentieren

Berlin Nach Überzeugung des früheren SPD-Wahlkampfmanagers Bodo Hombach birgt die Kandidatur für Olaf Scholz Risiken. „Für den Hamburger Helmut Schmidt waren SPD Parteitage voller ritueller Demütigungen“, sagte Hombach dem Handelsblatt. Auf den Hamburger Scholz warteten nun „Parteitage, die Kevin K. orchestriert“, sagte Hombach mit Blick auf Juso-Chef Kevin Kühnert, der mittlerweile auch Parteivize ist. „Das wird  schlimmer“, so Hombachs Prognose.

Die Partei habe Anführer gewählt, die solche Situationen verhindern wollten, sagte Hombach – und ergänzte eine rhetorische Frage: „Warum treten die Propagandisten von Rot-Rot-Grün nicht selbst an? Sie würden das ehrliche Ergebnis einfahren.“

Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, hält die Kandidatur von Scholz für schwer vereinbar mit dem Kurs der übrigen SPD-Spitze. „Aus dem Willy-Brandt-Haus kann Scholz nicht mit Unterstützung rechnen. Dort scheint man sich in den vergangenen Monaten noch weiter von der Realität entfernt zu haben als schon bisher“, sagte Güllner dem Handelsblatt. Es sei „ein Trauerspiel, dass mittlerweile Leute wie Saskia Esken und Kevin Kühnert die inhaltliche Linie der Partei dominieren“, ergänzte er.

„Es ist nur schwer vorstellbar, dass die jetzige SPD-Spitze die Kandidatur von Scholz dauerhaft und glaubwürdig unterstützt“, sagte Güllner. „Aber Scholz hat ein weiteres Problem. Seine hanseatisch-kühle Art dürfte sich im Wahlkampf als Bürde erweisen. Er hat zwar in Hamburg erfolgreich regiert. Sein Stil ist aber in weiten Teilen Deutschlands nicht populär.“

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    Nach Güllners Überzeugung hätte Scholz unmittelbar nach dem Rücktritt von Andrea Nahles im vergangenen Jahr für den SPD-Vorsitz kandidieren müssen. „Dann wäre ihm und der ganzen Partei das unsägliche Procedere der Kandidatenkür erspart geblieben, das zu einem völlig inakzeptablen Ergebnis geführt hat“, sagte Güllner.

    Mehr: SPD-Spitze nominiert Scholz einstimmig als Kanzlerkandidaten.


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