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SPD Bewerbung in Potsdam: Scholz nimmt Kurs auf Kanzlerkandidatur

Olaf Scholz will in einem Potsdamer Wahlkreis für den Bundestag kandidieren. Dort trifft er allerdings auf prominente grüne und liberale Konkurrenz.
29.05.2020 - 15:07 Uhr Kommentieren
Der Finanzminister ist der derzeit beliebteste SPD-Politiker. Quelle: dpa
Olaf Scholz

Der Finanzminister ist der derzeit beliebteste SPD-Politiker.

(Foto: dpa)

Berlin Die Zeichen verdichten sich, dass Olaf Scholz der neue Kanzlerkandidat der SPD wird. Er werde sich für ein Mandat im Wahlkreis 61 in Potsdam bewerben, teilte der Vizekanzler mit. Dort trifft Scholz allerdings auf harte Konkurrenz: Auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock und FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg bewerben sich in dem Wahlkreis um einen Sitz im Parlament.

Scholz, der seinen Wohnsitz in Potsdam hat, war bis März 2018 Erster Bürgermeister von Hamburg. Er habe sich „schweren Herzens“ gegen die dortige Kandidatur entschieden, wie er der „Welt“ sagte. Die Kandidatur für den Bundestag gilt auch als Fingerzeig, dass Scholz Kanzlerkandidat der SPD bei der Wahl 2021 werden will.

Scholz ließ diese Frage bei Bekanntgabe seiner Kandidatur offen. „Die SPD wird dann stark sein, wenn sie zusammenhält“, sagte er. Die Parteivorsitzenden, SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und er würden sich eng abstimmen. „Deshalb können Sie davon ausgehen, dass wir auch in dieser Frage an einem Strang ziehen werden.“ Dazu gehöre, dass sie „alles gemeinsam machen zum richtigen Zeitpunkt“.

Dass Scholz gerne Spitzenkandidat seiner Partei bei der nächsten Bundestagswahl werden will, gilt in der SPD als offenes Geheimnis. Der Bundesfinanzminister ist in Umfragen der beliebteste SPD-Politiker. Zudem hat er in Hamburg bewiesen, dass er Wahlen gewinnen kann, holte dort sogar einmal die absolute Mehrheit für die SPD.

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    In seiner Partei dagegen ist Scholz weniger beliebt. Vielen Genossen ist der Finanzminister zu kühl, zu pragmatisch, nicht links genug. Zudem steht der Finanzminister für viele an der Parteibasis für das Establishment, das für das Regieren die eigenen Überzeugungen aufgegeben und damit den Niedergang der SPD zu verantworten habe.

    Auch diesen Gründen hate Scholz im Vorjahr das Rennen um den SPD-Parteivorsitz überraschend gegen die aktuellen Parteichefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken verloren. Nach dieser Niederlage wurden Scholz kaum noch Chancen auf eine Spitzenkandidatur eingeräumt. Allerdings drängt sich auch kein anderer Bewerber auf. Zudem gewann Scholz durch die Coronakrise in der Partei Respekt, selbst Kritiker wie Parteivize Kevin Kühnert loben Scholz für seine Krisenpolitik.

    Mehr: Der große Report: Olaf Scholz will mit einer Doppelstrategie ins Kanzleramt.

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