Spionage: Dobrindt warnt vor Risiken vernetzter Autos aus China
Berlin. Das Bundesinnenministerium von Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor Risiken durch digital vernetzte Autos aus China. „Aufgrund der steigenden Marktanteile chinesischer Autohersteller im europäischen Markt, der geopolitischen Lage und der chinesischen Machtambitionen ergibt sich die Notwendigkeit, mögliche Risiken chinesischer Fahrzeuge genau im Blick zu haben“, sagte ein Ministeriumssprecher dem Handelsblatt.
Nach Einschätzung des Ministeriums verfügen chinesische Fahrzeuge „über hochkomplexe, vernetzte Systeme, die eine große Menge an Daten generieren, speichern und übermitteln“. So können etwa Standortdaten der Fahrzeuge, Gesprächsaufnahmen über die Bordmikrofone oder an Dritte übermittelte Bilder von Fahrkameras zur Sicherheitsgefahr werden, auch für Unternehmen. Vor diesem Hintergrund werde eine mögliche Spionagegefahr ernst genommen, konkrete Erkenntnisse zu akuten Vorfällen nannte der Sprecher jedoch nicht.